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Inklusionstalk mit Katha
#1
Heart 
Hallo Ihr Lieben,

letzten Freitag habe ich mich einfach zu dem Thema Inklusionstalk angemeldet. Da ich Sehender bin, hatte ich eine Art Berührungsangst, die mir Katha sehr schnell genommen hat. Obwohl ich mir im Nachhinein im Klaren bin, ich bin mit Anlauf von einem Fettnäpfchen ins andere möglichst tief gesprungen, wenn ihr versteht, wie ich dies meine, war sie sehr lieb. Nochmals sorry dafür. Trotzdem habe ich viel von Katha gelernt und wir hatten, so glaube ich, ein irgendwie für uns beide positives Gespräch. Für mich ist die Vorstellung, vielleicht eines Tages als HPP arbeiten zu dürfen und dann womöglich Nichtsehende abzuweisen (wegen Unwissen, Unfähigkeit) eine Horrorvorstellung. Ich kann nur an die Nichtsehenden, aber auch an die Sehenden den Appell richten, lasst uns Brücken bauen, selbst wenn die eine oder andere ungewollte Verletzung passiert, bis breite Prachtbrücken entstanden sind. Wichtig ist in jedem Fall offene Ehrlichkeit, keine Scham oder falsche Höflichkeit. 
ALLES IST MACHBAR. BITTE, ALLE SEHENDE UND NICHTSEHENDE HELFT KATHA BEI DEM BRÜCKENBAU!!! Heart

Euer
Jürgen von Mengden

Übrigens, ich fände Eure Gedanken zu dem Thema sehr interessant.


The winner is a DREAMER who never gives up
Antworten
#2
Lieber Jürgen,

vielen Dank für das von Herzen kommende Feedback!

Ja, Brücken bauen ist nicht immer so einfach und am besten klappt es zusammen. Daher antworte ich auch erst jetzt. Im letzten Monat sind mehrere große und kleine Webinare an der HP-Schule inklusiv gestartet. Zudem wurden wir nun endlich qualifiziert von iBoB (inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren). Da ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Smile 


Auch am Samstag bei der Onlinetagung hat Isolde so schön gesagt, dass es eigentlich kaum Schulungen oder eben Treffen für Therapeuten gibt, wo man darüber nachdenken und sich austauschen kann, wie man denn im Falle des Falles reagieren kann und will. Wie man emotional und auch ganz praktisch mit körperlichen Behinderungen umgeht.

Da mir dieses "Versäumnis der Gesellschaft" wenn ich das so sagen darf, durchaus bekannt ist, habe ich schon ziemlich am Anfang des Projekts dieses Format vorgeschlagen. Jetzt darf es wachsen. Und ich bin gespannt wie Flitzebogen, was daraus wird!

Auch du Jürgen, bist weiterhin herzlich willkommen zum mitreden!

Das ich "ganz lieb" bin, halte ich übrigens für ein Gerücht! Big Grin Big Grin Big Grin Ich baue auf konkrete Kommunikation und bin da ganz ehrlich: Ich habe noch viel zu üben darin. Wer bei mir einen konkreten Tag erwischt, der lernt richtig was über Inklusion oder vielmehr das nicht-vorhanden-sein selbiger. Also lasst euch überraschen.

Wer im Inklusionstalk schimpfen und jammern möchte, ist ebenfalls herzlich eingeladen! Denn das soll auch ein Austausch sein, indem man das mal sagen darf, wo es sonst eben oft heißt: Ja, aber du hast doch Hilfsmittel, einen Blindenstock, einen elektrischen Rollstuhl, ein Hörgerät, ein Lesegerät. Sei doch dankbar etc pp. Bei mir dürft ihr gerne sagen, was ihr wirklich denkt und Fragen stellen - auch an Blinde und Sehbehinderte, die da sind. Je nachdem, wer da ist, entscheiden wir dann ganz spontan, was uns so bewegt und worüber wir uns austauschen möchten.

Im Kurskalender findet ihr den Inklusionstalk bis auf Weiteres immer am ersten Freitag im Monat - ich freu mich auf euch!

Bis dahin, viele liebe Grüße
Katha
Ansprechpartnerin für Sehbehinderte und Blinde
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antworten
#3
Zitat:Hallo Ihr Lieben,

letzten Freitag habe ich mich einfach zu dem Thema Inklusionstalk angemeldet. Da ich Sehender bin, hatte ich eine Art Berührungsangst, die mir Katha sehr schnell genommen hat. Obwohl ich mir im Nachhinein im Klaren bin, ich bin mit Anlauf von einem Fettnäpfchen ins andere möglichst tief gesprungen, wenn ihr versteht, wie ich dies meine, war sie sehr lieb. Nochmals sorry dafür. Trotzdem habe ich viel von Katha gelernt und wir hatten, so glaube ich, ein irgendwie für uns beide positives Gespräch. Für mich ist die Vorstellung, vielleicht eines Tages als HPP arbeiten zu dürfen und dann womöglich Nichtsehende abzuweisen (wegen Unwissen, Unfähigkeit) eine Horrorvorstellung. Ich kann nur an die Nichtsehenden, aber auch an die Sehenden den Appell richten, lasst uns Brücken bauen, selbst wenn die eine oder andere ungewollte Verletzung passiert, bis breite Prachtbrücken entstanden sind. Wichtig ist in jedem Fall offene Ehrlichkeit, keine Scham oder falsche Höflichkeit. 
ALLES IST MACHBAR. BITTE, ALLE SEHENDE UND NICHTSEHENDE HELFT KATHA BEI DEM BRÜCKENBAU!!! [Bild: heart.gif] 

Euer
Jürgen von Mengden

Übrigens, ich fände Eure Gedanken zu dem Thema sehr interessant.
Lieber Jürgen,
meine Gedanken zum Thema Inklusion sind glaub hinlänglich bekannt - da mag ich mich gar nicht weiter aufhalten, denn Inklusion ist meiner Meinung nach die einzige humane Überlebensmodalität für die Zukunft. Wir sind alle unterschiedlich und sollten niemanden wegen irgend einer Art von Unterschied ausgrenzen. Das in Kürze.

Aber meine Gedanken zu diesem deinem Posting muss ich einfach loswerden:
Ich könnt dich gerade knuddeln für deine Ehrlichkeit, deine Selbstreflexion und die Wahrheit der Tiefe, aus der deine Worte kommen.

DANKE.. für deine Offenheit.. für dein dich Einlassen.. für dein Mensch-Sein

Savina
Don´t push the river - it flows by itself.
Antworten
#4
(07.03.2019, 09:58)Savina Tilmann schrieb:
Zitat:Hallo Ihr Lieben,

letzten Freitag habe ich mich einfach zu dem Thema Inklusionstalk angemeldet. Da ich Sehender bin, hatte ich eine Art Berührungsangst, die mir Katha sehr schnell genommen hat. Obwohl ich mir im Nachhinein im Klaren bin, ich bin mit Anlauf von einem Fettnäpfchen ins andere möglichst tief gesprungen, wenn ihr versteht, wie ich dies meine, war sie sehr lieb. Nochmals sorry dafür. Trotzdem habe ich viel von Katha gelernt und wir hatten, so glaube ich, ein irgendwie für uns beide positives Gespräch. Für mich ist die Vorstellung, vielleicht eines Tages als HPP arbeiten zu dürfen und dann womöglich Nichtsehende abzuweisen (wegen Unwissen, Unfähigkeit) eine Horrorvorstellung. Ich kann nur an die Nichtsehenden, aber auch an die Sehenden den Appell richten, lasst uns Brücken bauen, selbst wenn die eine oder andere ungewollte Verletzung passiert, bis breite Prachtbrücken entstanden sind. Wichtig ist in jedem Fall offene Ehrlichkeit, keine Scham oder falsche Höflichkeit. 
ALLES IST MACHBAR. BITTE, ALLE SEHENDE UND NICHTSEHENDE HELFT KATHA BEI DEM BRÜCKENBAU!!! [Bild: heart.gif] 

Euer
Jürgen von Mengden

Übrigens, ich fände Eure Gedanken zu dem Thema sehr interessant.
Lieber Jürgen,
meine Gedanken zum Thema Inklusion sind glaub hinlänglich bekannt - da mag ich mich gar nicht weiter aufhalten, denn Inklusion ist meiner Meinung nach die einzige humane Überlebensmodalität für die Zukunft. Wir sind alle unterschiedlich und sollten niemanden wegen irgend einer Art von Unterschied ausgrenzen. Das in Kürze.

Aber meine Gedanken zu diesem deinem Posting muss ich einfach loswerden:
Ich könnt dich gerade knuddeln für deine Ehrlichkeit, deine Selbstreflexion und die Wahrheit der Tiefe, aus der deine Worte kommen.

DANKE.. für deine Offenheit.. für dein dich Einlassen.. für dein Mensch-Sein

Savina
Hallo Ihr Lieben,
 
ich möchte Euch gleich ein Experiment schildern, vorher aber kurz auf Savina eingehen. Liebe Savina, ich danke Dir für das tolle Lob, aber ich habe nur das ausgesagt, was ich insbesondere von einem HP, HPP, einem Berater, eigentlich von allen Menschen erwarte, mehr wirklich nicht.
 
Und nun auf Wunsch die Schilderung meines Experiments
 
Das „schreckliche“ Experiment eines Sehenden! oder Nichtsehenden? Huh

Samstagmorgen 8:00 Uhr: Smartphone-Wecker auf 9:30 Uhr stellen, Augenbinde umlegen und ab, das EXPERIMENT beginnt. 1 ½ Stunden darf ich nichts sehen, auch nicht „spicken“. Beginn ist das Anziehen. Da ich extra abends die Wäsche mir zurechtgelegt habe, denke ich, ist das doch einfach – naja, denke ich. Ich finde die Sachen, aber wie ist richtig rum – innen, außen. Ich werde langsam gespannter. Dann geht`s ab um die Ecke, Scheiße, die Vase stand schon immer blöd da, jetzt nicht mehr. Ich bin echt ungeschickt – die Worte, die ich vor mir her murmele, sind allerdings weniger freundlich. Gott sei Dank, bin ja allein, keiner hört mich. Als die Kaffeetasse mit Inhalt und lautem Klirren vermutlich meinen Teppich Picasso mäßig verschönert – ich seh den Schaden ja nicht, nur in meiner Phantasie - fallen mir lautstark nette Worte für mich ein. Es ist interessant, welche Schimpfworte man kennt. Leider habe ich die 1 ½ Stunden nicht ganz durchgehalten (ca. 8 Minuten fehlten), aber es war eine extrem lange Zeit. Meine „super gute“ Laune hielt übrigens bis nachmittags an, dann habe ich mich wieder „normalisiert“. Und dass, obwohl ich einfach die Binde zu jeder Zeit ablegen gekonnt hätte. 
Fazit: Vase kaputt, Teppich verschönert und einen außerordentlichen Fluch-Lehrgang mit dementsprechender, wütender Stimmung auf mich selbst.

Sollte jemand dieses Experiment nachmachen wollen, ein guter Rat:
1.      alle wertvollen Gegenstände in Sicherheit bringen
2.      Partner und Bekannte vor miserabler Laune bis Wut warnen
3.      das mit sich selbst Schimpfen sollte keiner falsch deuten (nach dem Experiment gibt sich irgendwann wieder) Big Grin     

Es war unglaublich interessant; verdammt lange waren die 1 ½ Stunden, kaum zu glauben, wie lange, denn Buch lesen, geht nicht, Fernsehschauen geht nicht etc. Aber die Erfahrung war es wert.
 
Gruß 
Euer Jürgen von Mengdenblume
 
A winner is a DREAMER who never gives up.
Antworten
#5
Lieber Jürgen,

herzlichen Dank, dass du uns das Ergebnis deines Versuchs so bildhaft beschrieben hast! Es ist ja beinahe so, dass ich dann denke: Ha, ich bin gut! Weshalb? Na, ich stelle einfach keine Vasen auf.  Big Grin

Und ja, gerade das mit dem schimpfen... also das kenn ich auch. Manchmal muss es halt auch raus, damit sich nicht alles in einem aufstaut.

Wie ich schon erzählt habe, gibt es Tage, da weiß ich schon beim Aufstehen, dass mir an diesem Tag alles, wirklich alles, auffallen wird, was ich nicht sehen kann.

Viele sagen mir dann: Aber schau mal, so schlimm ist es doch nicht. Doch, für die Seele und emotional ist es manchmal "schlimm". Ich persönlich halte es für gesund, dieses erleben zuzulassen. So weiß ich auch wieder, was ich jeden Tag leiste. Und nach einem solchen konkreten Tag habe ich meist wieder viel mehr Mut und Freude für eine Sache. Wir haben das schon angesprochen, jedoch möchte ich in jedem Fall das Thema nochmals aufgreifen: Die Behinderungen sind im Kopf, die Barrieren bauen wir uns meist selbst und nicht oder selten sind sie tatsächlich (nur) körperlich bedingt.

Ich freue mich schon auf unseren nächsten Inklusionstalk am ersten Freitag im April -> siehe Kurskalender Heart

Viele liebe Grüße
Katha
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
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