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Das Andornkraut aus der Sicht alter Heiler, Ärtzte und Pharmakologen
#1
Hallo an alle,

heute aus unserer Heilpflanzenvorstellung das Andornkraut (Marubii herba), so wie es die alten Gelehrten eingesetzt haben.


Galenos von Pergamon, zwischen 128 und 131 in Pergamon, zwischen 199 und 216 in Rom, war vorwiegend ein in Rom tätiger griechischer Arzt und Anatom. Galenos gilt als einer der bedeutendsten Ärzte des Altertums.

Hippokrates von Kos um 460 v. Chr. auf Kos, war ein griechischer Arzt und gilt als der berühmteste Arzt des Altertums und " Vater  der (modernen) Medizin" Hippokrates wurde schon zu seinen Lebzeiten hoch verehrt. Er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft.

(Jacobus Theodorus) Tabernaemontanus, eigentlich Jacob Dietrich 1522 in Bergzabern geboren war ein deutscher Arzt und Apotheker sowie Professor für Medizin und Botanik.


Andornkraut ist ein besonders gutes Mittel für die Atmungsorgane, die Leber u. das weibliche Genitalsystem. Es leistet sehr gute Dienste bei Lungenleiden (chronische Bronchitis, Lungen- bzw.  Bronchialverschleimung, Lungenkatarrh, Lungentuberkulose, Husten, Keuchhusten, Krampf- asthma, Altersasthma, Bronchiektasen) und wird ferner gelobt bei Leberleiden (Gelbsucht, Leberverhärtung, Lebervergrösserung), Milzleiden und Gallenleiden, insbesondere Gallensteinen.
Auch gegen Verdauungsbeschwerden, Darmentzündung, Darmgeschwüre u. chronischen Durchfall sowie bei Menstruationsstörungen (Amenorrhoe, Dysmenorrhoe) wird es mit Erfolg eingesetzt; inder Volksmedizin zudem bei Schlaflosigkeit, Neurasthenie, Schwächezuständen, Appetitmangel, Fettleibigkeit, Herzrhythmusstörungen (Extrasystolie), äußerlich bei Ohrenschmerzen, Rachen- entzündung, Ekzemen, Eiterflechte und schlecht heilenden Wunden und Geschwüren, in Form von Umschlägen, Breiauflagen, Salbe oder Ölauszug auch bei Cellulitis, Gliederschmerzen, Muskelkater und Insektenstichen.
 
 
Bereits im alten Ägypten galt Andorn als Antidot und wurde gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt. Hippokrates verwendete ihn als Wundheilmittel, derweil Dioskorides die in Wasser gekochten Samen und Blätter u.a. gegen Lungentuberkulose, Asthma und Husten, die Blätter mit Honig als Kataplasma gegen Seitenschmerzen und fressende Geschwüre, den Blättersaft u.a. gegen Ohrenschmerzen verordnete:
 
Des Andorns getrocknete Blätter mit den Samen in Wasser gesotten oder den frischen Preßsaftmmit Honig eingenommen, dient wider das Keuchen (Bronchialasthma), den Husten u. die Schwindsucht (Lungentuberkulose). Mit kleingeriebener Violwurz (Iriswurzel, Iris germanica var florentina, Schwertlilienwurzel) vermischt, säubern sie die Brust. Sie helfen auch den Frauen nach der Geburt, die Nachgeburt und die Monatszeit (Menstruation) zu treiben, befördern (er- leichtern, beschleunigen) die schwere Geburt, dienen auch wider den Schlangenbiß und alles eingenommene tödliche Gift, sind aber SCHÄDLICH FÜR BLASE UND NIEREN (nach Tabernaemontanus wird diese schädliche Wirkung jedoch aufgehoben, wenn man dem Andorn Süßholz u. Rosinen bei- fügt).

Die mit Honig vermischten Blätter aufgelegt, reinigen die faulen, unreinen Geschwüre, helfen wider die Geschwulst der Finger, wider um sich fressende Geschwüre und sänftigen die Seitenschmerzen (s. Lendenwehe). Der Saft aus den Blättern gepresst und in der Sonne getrocknet, hilft ebenfalls wider alle genannten Gebrechen. Der Saft mit Wein & Honig vermischt und an die Augen gestrichen, macht ein klares und scharfes Gesicht (macht die Augen klar, stärkt die Sehkraft; Sehschwäche). Der Saft in die Nase gegossen, vertreibt die Gelbsucht; der Saft allein oder mit Rosenöl vermischt in die Ohren getropft, hilft gegen Ohrenschmerzen (Dioskorides sinngemäß).
 
Nach Galenus besitzt Andorn ähnliche Eigenschaften wie die Melisse. (Möglicherweise ergeben beide Drogen eine Mischung, die bei allen für beide Drogen genannten Indikationen wirksam ist.)
 
Adamus Lonicerus schrieb dem Andorn wärmende, trocknende u. zerteilende Eigenschaften zu und empfahl Blätter, Saft und Samen in Wein gesotten und mit Honig getrunken u.a. gegen das "Abnemmen" (Auszehrung; Schwindsucht, Lungentuberkulose) und Husten:
 
Die Blätter oder den Saft mit einem Tüchlein übergelegt, hilft sehr gut gegen die Pestilenz.
Zwei oder drei Löffel des Saftes oder ein Absud des Krautes getrunken, treibt die Nachgeburtaus u. hilft denjenigen, die Gift eingenommen haben oder von Schlangen gebissen wurden, reinigt die Gebärmutter und befördert die Blume (Menstruation), vertreibt den Husten, das Keuchen (Asthma, Dyspnoe) und Stechen, eröffnet die verstopfte Leber, Milz (Leberstauungen, Leberanschoppung, Milzanschoppung, Milzstauungen) und Gebärmutter. Der Saft mit Honig und Wein vermischt u. an die Augen gestrichen, vertreibt den Schein (das bloße Scheinen, nicht volle, klare Sehen). Andorn mit Honig temperiert, säubert und heilt Wunden und Geschwüre. Der Saft, getrunken, hilft den schwerenden Seiten (Seitengeschwer). Der Saft mit Olivenöl gemischt und in die Ohren getan, vertreibt die großen Schmerzen (starke Ohrenschmerzen).
 
Andorn tut den Lendensiechen (Nierenkranken) oder denen, die eine kranke Blase haben, nicht gut! Gegen Husten nimm gleiche Teile Fenchel und Dill und gib den dritten Teil (ein Drittel der Menge) Andorn dazu, siede es mit Wein, seihe es durch ein Tuch u. trinks. Wem die Därme wehtun od. gebrochen sind (Darmbeschwerden, Darmerkrankungen; Hernie, Ruptur), der siede Andorn mit Wein u. Honig, lasse es kalt werden und trinks: es hilft. Andorn mit Süßholz, Fenchelsamen & Wein auf zwei Drittel eingesotten und mit Zucker gesüßt, ist gut wider die Darmgicht (s.d.) u. Verstopfung des Harns (Harnverhaltung, Anurie?). Der Saft macht klare Augen, tötet die Würmer in Leib und in den Ohren.
 
 


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