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Bitte um Unterstützung-Katastrophengebiet Eifel
#1
Liebe Savina, 

ich lebe unversehrt mitten in der Eifel- was hier los ist, weißt Du sicher.

Ich befinde mich in Deiner HPP Ausbildung und sehe hier Leid an Leid an Leid und würde gerne tätig werden. 

Gibt es die Möglichkeit, uns "Frischlingen" eine Art Psychologisches-ERSTE-Hilfe-Video zukommen zu lassen? Oder reicht da behutsames Annehmen und Auffangen erst mal aus? Ich bin heute morgen angefragt worden für eine Umlagerung von 32 psychisch kranken Menschen einer Wohngruppe, die ihr komplettes Hab und Gut mit Haus verloren haben, wo der ganze Blumenstrauß dabei ist: Schizophrenie, Wahn, Borderline, generalisierte Angststörungen, PTBS .... ich habe das zugesagt, aber deutlich darauf hingewiesen, das ich nicht therapieren kann und darf sondern ein offenes Ohr und eine Schulter zum anlehnen bieten kann. Die Bewohner sind alle Medikamentös eingestellt.

Ich bin bereits zertifizierte Mentaltrainerin ( aber über einen anderen Anbieter) 

Hier ist ein Therapiebedarf in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren, den sich kein Mensch vorstellen kann... ich verzichte an dieser Stelle auf Details...Ihr alle kennt die Bilder sicher aus den Medien. Nicht nur für Geschädigte, sondern auch für Helfer. 

Ich hatte das aber richtig verstanden, dass ich unter Anleitung eines Therapeuten jetzt schon arbeiten dürfte?

DIE STADT KÖLN HAT MEINE PRÜFUNG WEGEN CORONA AUF OKTOBER 2023 verschoben! Ich werde da nochmal anklopfen. Das geht nicht. 

Ich bin echt dankbar für Tipps und Ratschläge...




Vielen Dank und alles Liebe!!!

Nicole Schumacher
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#2
Liebe Nicole, liebe Savina,

dem schließe ich mich an, da auch ich bereits Anfragen erhalten habe von Bekannten, die mich um Unterstützung für die Psyche/Seele der umliegenden Anwohner gebeten haben.
Auch ich bin in der HPP Ausbildung und habe den Psych Berater bei Savina gemacht.
Da ich ja hier natürlich nichts abrechnen würde, sehe ich weniger Risiko (rein rechtlich), da ich den Weg gehen würde als "einfache Person mit offenem Ohr". Ich würde mich jedoch auch sehr freuen, falls es noch Tipps/"wichtiges zu beachten" für den Umgang mit den akut traumatisierten gibt.
Klar ist, dass hier viel Fachpersonal gefragt ist.

Vielen Dank
Sandy
Move...Dance...Be Born...
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#3
Hallo ihr Lieben,

hier in der Südeifel sind auch sehr viele betroffen.
Auch meine Kinder haben 4 Tage bei den Aufräumarbeiten geholfen….Kollegen die tagelang im Einsatz waren und teilweise auch noch sind. Freunde und Bekannte deren Häuser betroffen sind.
Auf der Arbeit Betroffene die anrufen und deren Stimme versagt weil die Tränen aufkommen.
Alle haben großen Redebedarf und über ein paar „Notfalltipps“ würde ich mich auch sehr freuen.
Lg Alice
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#4
Ihr Lieben,

wie schön, dass es Menschen wie euch gibt, die helfen jenseits der Bürokratie. Heart

Zu eurem Hauptanliegen möchte ich gerne folgendes aus meinen Traumaausbildungen sowie aus meiner eigenen persönlichen Erfahrung mit Schocktrauma mit euch teilen: Im Wesentlichen gibt es zwei Hauptfaktoren, die entscheidend sein können (!), ob eine potenziell traumatische Situation zu einen Trauma wird oder eben nicht.
1. Wir brauchen sicheren Kontakt mit einem Menschen, der DA ist. Am besten erfragen wir, wie viel Nähe bzw. Kontakt gewünscht ist und gerade gut tut. Dem einen tut es gut, die Hand zu halten, was dem anderen bereits zu viel ist.
2. Wir benötigen das Wissen und die Weisheit, dem Körper zu vertrauen, um den Schock "verdauen", sprich abreagieren zu können - damit die angestaute Energie nicht im Nervensystem gebunden bleibt. Hierfür können wir als Begleiter unterstützen, indem wir die Angst oder Scham vor Tränen, Hitze, Zittern und sonstigen körperlichen Abreaktionen nehmen und erklären, dass das ein ganz heilsamer natürlicher Prozess ist, der keinesfalls unterbunden oder gestört werden sollte. Ggf. weitere Helfer hierüber aufklären. Da dieser Prozess bisweilen sehr überwältigend wirken kann und wir häufig gelernt haben, diese natürliche Reaktion zu unterdrücken braucht es hier unbedingt eine RUHIGE Begleitung, die signalisiert, dass alles ok ist und die unterstützend da bliebt.

Im Nachgang und bei Tendenz zu Dissoziation die klassischen "Notfallmaßnahmen" anwenden: Orientieren im Hier und Jetzt (in Sicherheit), erden, Körper spüren, wenn nix mehr geht auch in den Neokortex holen und gaaaaanz wichtig - Selber geerdet sein und sich selbst spüren!!! Das alleine wirkt schon übers energetische Feld auf den anderen  Wink.
Hierfür gibt es zig verschiedene Übungen, da weiß ich jetzt natürlich nicht, welche ihr jeweils kennt.

Ich würde mich freuen, wenn hier das ein oder andere für euch hilfreich war, bis Savina oder andere Profis euch noch den ein oder anderen Tipp geben.  

Heart liche  Grüße
Sonja
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