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Protokoll mündl. HP-Prüfung Groß-Gerau, 13. Nov. 2020
#1
Vielen Dank an Verena Sch. für das Protokoll!


Protokoll zur mündlichen Prüfung vom 13.11.2020 beim Gesundheitsamt Groß-Gerau Prüfer:
Amtsärztin Frau Dr. H. und Herr Heilpraktiker Dr. B.

Trotz Corona war es eine angenehme Atmosphäre. Geprüft wurde mit Atemschutzmaske. Die Prüfer
waren sehr nett. Sie fragten abwechselnd. Sie halfen, wenn man mal auf dem „Schlauch“ stand. Die
Prüfung war absolut fair.
Zunächst ging es um Gesetzeskunde. Es waren die gesetzlichen Regelungen darzulegen, die den
Heilpraktiker in seiner Berufsausübung beschränken. So also Heilpraktikergesetz,
Infektionsschutzgesetz, Gesetz über die aus Übung der Zahnheilkunde usw.
Danach kam eine Frage zum Infektionsschutzgesetz. Der Inhalt von § 6 IfSG war komplett
darzustellen.
Sodann kam eine Frage zum Unterschied zwischen Bakterien und Viren.
Im Anschluss daran ging es um eine Abgrenzung zwischen einer normalen Grippe und der Influenza.
Die Symptome von Covid 19 waren darzustellen, Inkubationszeit und die Übertragung.
Weiter ging es mit Fragen zur Psychiatrie. Es ging es darum, was alles eine Depression verursachen
kann: schwere unheilbare Krankheit, Borderline Störung, Schizophrenie usw. Wie häufig kommt die
Schizophrenie vor? Es wurde gefragt, um was es sich bei der Schizophrenie handelt. Am Beispiel
wurden Plus- und Minussymptome erläutert. Hebephrene Schizophrenie war kurz zu erklären.
Warum lehnen Patienten oft Antidepressiva ab? (Glauben vermeintlich, dass es süchtig macht) Wo
liegt die Gefahr bei Antidepressiva (vermehrter Antrieb zum Suizid bei Depressiven in der
Anfangszeit)
Es ging dann um die Suizidgefahr. Woran erkenne ich sie? Was frage ich den Patienten: soziale
Bindungen, Zukunftspläne usw. habe ich die Kriterien nach Ringel und Pöldinger erläutert.
Es ging um die Desinfektion der Hände, die Desinfektion einer Liege. Wie genau desinfiziere ich eine
Liege? Was mache ich, wenn die Liege noch nass und der Patient da ist. Hier war wichtig, dass der
Patient warten muss bis die Liege trocken ist.
Es kam dann ein Fallrätsel: es ging um einen Patienten, den ich kannte. 70 Jahre, Hypertonie,
Diabetes mellitus, fühlte sich nicht gut, blass seit heute Morgen. Kam schon schlecht die Treppe zur
Praxis hoch. Was kann er haben? Ich habe die Vitalzeichen erfragt, gefragt, ob der Patient auch
kaltschweißig ist und zunächst anhand der Vitalzeichen dann einen Schock festgestellt. Ich habe dann
den Schock und den Schockindex erläutert, festgestellt, dass ein Notfall vorliegt. Es war der Verdacht
auf einen Herzinfarkt aufgrund der Symptomatik festzustellen. Ich habe den stillen Infarkt erläutert.
Weiterhin ging es darum, wie der Patient gelagert wird. Was ist, wenn der Patient von der Liege fällt
und nicht mehr atmet. Hier ging es insbesondere, auch darzustellen, wie eine Herzdruckmassage
stattzufinden hat. Dann auch, dass die Atemwege frei gemacht werden und der Kopf überstreckt
wird in Rückenlage. Warum muss der Kopf überstreckt werden (damit der Patient nicht an der
eigenen Zunge ersticken kann). Ich habe dargelegt, dass aufgrund Corona nicht beatmet werden soll
und die Herzdruckmassage die entscheidende lebensrettende Maßnahme ist.
Ein weiteres Fallbeispiel betraf eine jüngere Frau, die in die Praxis kommt und Schmerzen im Bein
hat. Was machen sie? Es war zu erfragen, seit wann die Schmerzen bestehen. Es war zu erfragen,
dass die Dame kurz zuvor von einer Reise zurückgekehrt war (Flugreise aus den USA). Es wurde das
Bein inspiziert und hier wurde dann festgestellt, dass das Bein rötlich verfärbt, warm und
geschwollen war. Es war die Diagnose Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose zu stellen. Es
wurde klargestellt, dass es sich um einen Notfall handelt. Welche Untersuchungen könnten hier noch
angestellt werden? Ich habe die Untersuchungen nach Mayer, Payr, Hohmann, Prattsche Warnvenen
genannt und erläutert und dargelegt, dass ich die Untersuchungen aufgrund Emboliegefahr nicht
durchführen würde. Die Frau solle ruhig an Ort und Stelle sitzen bleiben bis der Notarzt kommt. Es
war dann die Komplikation der Lungenembolie darzustellen. Es war darzulegen, durch welche
einzelnen Venen, den rechten Vorhof, die rechte Herzkammer, den Truncus pulmonalis und die
beiden Lungenarterien der Embolus bis zur Lunge durchfließt.

Es war darzustellen, anhand eines Fallbeispiels mit einer alten Patientin im Altersheim, die ich vorher
noch nicht kannte, auf was bei einer Untersuchung zu achten ist wie zum Beispiel Dekubitus, Ulcus
cruris, Untersuchung der Haut auf Verletzungen, Folgen der Polyneuropathie (Verlust Schmerz- und
Temperaturempfinden) beim Diabetiker erläutert. Es ging auch darum, dass ein solcher Patient auch
oft verkrampft ist und die Arme vor die Brust presst.

Die Prüfungszeit betrug ca. 50 Minuten und die Prüfung wurde bestanden.


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