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Doro liest...
#21
(14.05.2019, 14:09)Lotusmami schrieb: Liebe Doro,

auch ich sage ganz lieben Dank für die Buchtipps! Gerade das ADS/ADHS Thema interessiert brennend, da wir im Bekanntenkreis ein betroffenes Kind sowie einen Erwachsenen haben.

Freue mich sehr über weitere Empfehlungen Deinerseits. :-)

Liebe Grüße
Lotusmami

Danke auch Dir, das freut mich sehr!
Ich habe mir gerade Filme gekauft, vielleicht sind die auch für Euch interessant?!
- Zappelphilipp
- Keine Zeit für Träume

Ich habe die Titel zufällig erstöbert. Wenn Du sie nicht kennst: google doch mal.

Liebe Grüße, Doro
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#22
Liebe Doro,

die beiden Filme kenne ich noch nicht. Danke für den Hinweis! Da muss ich unbedingt mal googeln! :-)

Liebe Grüße
Lotusmami
Jeder Mensch muss entscheiden, ob er sich im Licht des schöpferischen Altruismus oder in der Dunkelheit des zerstörerischen Egoismus bewegen will.

- Martin Luther King

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#23
Liebe Doro,

"Keine Zeit für Träume" hört sich sehr interessant an.
Ich würde mich freuen, wenn Du berichten würdest,
wie Dir der Film gefallen hat.


Herzlichste Grüße
Bernd
Das Leben werden wir nur erfahren, wenn wir bereit sind uns immer wieder neu auf den Weg zu machen. Heart
Anselm Grün




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#24
(14.05.2019, 14:37)berndh schrieb: Liebe Doro,

"Keine Zeit für Träume" hört sich sehr interessant an.
Ich würde mich freuen, wenn Du berichten würdest,
wie Dir der Film gefallen hat.


Herzlichste Grüße
Bernd

Das mache ich sehr gern. Ich leihe ihn Dir auch gern aus, wenn Du magst.
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#25
Liebe Doro,

vielen lieben Dank, ich freue mich auf Deinen
Bericht.

Alles Liebe
Bernd
Das Leben werden wir nur erfahren, wenn wir bereit sind uns immer wieder neu auf den Weg zu machen. Heart
Anselm Grün




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#26
Auf der Tagung "Facetten ritualisiert und sexualisierter Gewalt" gab es einen beeindruckend bestückten Büchertisch. Ich darf voller Stolz verkünden, dass ich so gut wie nichts gekauft habe. Das ist toll, weil Buchläden und ich eine schlimme Kombination sind. Ich bin sozusagen Buchjunkie und habe keine Probleme damit, binnen kürzester Zeit Hunderte Euro für Lektüre auszugeben.

Also, ich habe mich gut im Griff gehabt. Außer dem Kartenset "Gefühle benennen mit Kindern und Jugendlichen" (durchaus auch für de Arbeit mit Erwachsenen brauchbar) und einer DVD ("DIS-kurs. Tagung zum Thema "Dissoziative Identitätsstörung") habe ich nur (!!!) drei wissenschaftlich fundierte Graphic Novels gekauft:
- Trauma ist ziemlich strange
- Schmerz ist ziemlich strange
- Angst ist ziemlich strange
(alle von Steve Haines, Körpertherapeut, in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Sophie Standing bei Carl-Auer veröffentlicht).

Die Broschüren (Bücher sind es irgendwie nicht wirklich) sind klasse, weil die Zusammenhänge plastisch und damit eindrücklich dargestellt sind. In dem Trauma-Heft habe ich alles wiedergefunden, was wir bei Savina gelernt haben. Das noch einmal so gezeichnet zu sehen, brennt es noch mehr ein.

Ich finde die Hefte sehr cool und bringe sie gern zum angucken mit zum Sprache-Seminar im September. Noch ein Grund mehr also, das Seminar zu buchen!
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#27
Liebe Doro,
oh, auf die Hefte bin ich selbst auch gespannt :-) Freu mich, wenn du sie mitbringst im September!
Liebe Grüße,
Savina
Don´t push the river - it flows by itself.
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#28
Ich hab mal wieder einen Krimi geguckt, als Tipp für alle HPPs und die, die es mal werden wollen - das ist nicht wirklich fachliche Unterhaltung, schrappt aber dennoch am Großen und Ganzen lang. Soweit meine Kurzrezension:

"Neben der Spur": Unter diesem Titel gibt es eine Thriller-Reihe, in deren Mittelpunkt der Hamburger Psychiater Dr. Joe Jessen steht. Als Vorlage für die einzelnen Filme dienen Romane des Bestsellerautors Michael Robotham. Die Episoden sind mit Ulrich Noethen und Juergen Maurerin den Hauptrollen überzeugend besetzt. Bei diesen beiden Fällen geht es einmal um eine Reihe rätselhafter Selbstmorde, bei denen sich ehemalige Schulfreundinnen das Leben nehmen (Stichwort Manipulation. Beängstigend, wie verletzlich wir sind Sad ). Beim zweiten Film nehmen die Ermittlungen im Fall eines ermordeten Hamburger Ehepaares eine verblüffende Wendung, als die Leiche einer jungen Frau auftaucht, die Jahre zuvor gemeinsam mit ihrer Freundin entführt wurde. (Da haben wir einen jungen Mann mit einer gravierenden psychischen Störung und einen ebenfalls psychisch kranken Täter Idea .) Joe Jessen bringt mit scharfem Blick und Gespür für die Abgründe der Seele Kommissar Ruiz auf die richtige Fährte.

Info: "Neben der Spur - Dein Wille geschehe / Sag, es tut Dir leid": Thriller, ab 12 Jahren, zwei Filme auf einer DVD, Laufzeit zwei Mal 90 Minuten
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#29
Mir sind gerade zwei Hörbücher in die Hände gefallen. Beide noch eingeschweißt, ergo ungehört, aber thematisch zumindest für alle, die sich mit mir bei Savina im HPP tummeln, interessant.

1. von Nathan Filer "Nachruf auf den Mond", argon hörbuch, gelesen von Hanno Koffler.
Klappentext: Matthew Homes ist 19 Jahre alt und lebt in einer pschiatrischen Einrichtung. Vor zehn Jahren ist sein großer Bruder bei einem Unfall ums Leben gekommen, und Matthew leidet seit dem unter großen Schuldgefühlen. Aber dann ist sein Bruder zurück gekommen. Er spricht jeden Tag mit Matthew, er ist eigentlich immer in seinem Kopf...
Zum Autor: Nathan Filer arbeitete als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik.... (mehr ist nicht interessant Big Grin )

2. Melanie Raabe "Die Falle", der Hörverlag, gelesen von Mirgit Minichmayr und Devid Striesow
Klappentext: Linda Conrads ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Sie veröffentlicht Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihres Hauses gesetzt....

Dann habe ich auch noch zwei Bücher gefunden - ebenfalls noch verschweißt Tongue 

1. Annette Pehnt "Lexikon der Angst", Piper
Klappentext: Annette Pehnt ergründet unsere Ängste - wie sie uns auf Schritt und Tritt verfolgen, uns lächerlich machen und todtraurig, hellwach und zutiefst unsicher.

2. Christof Kessler "Wahn", Eichborn Verlag
Klappentext: Ein Neurologe erzählt Fälle aus seiner Praxis. Er berichtet davon, wie radikal Hirnkrankheiten die Persönlichkeit des Menschen verändern und sein Leben aus der Bahn werfen können. Es sind Geschichten, die uns erschaudern lassen, die berühren und manchmal schrecklich komisch sind, es sind Miniaturdramen von existenzieller Wucht.

Faszinierend, was sich so in meinen Regalen findet. top top top Angel
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#30
Passend zum heutigen Unterricht möchte ich Euch den Film "Embrace" ans Herz legen. "Du bist schön" ist der Untertitel des Filmes von Taryn Brumfitt (produziert von Nora Tschirner). Googelt mal - beworben wird er so: "Ein mutiger Film - ein Plädoyer für mehr Selbstakzenptanz. Unterhaltsam, frisch und voll positiver Energie."
Mit ihrem Dokumentarfilm will Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitsidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen. Ihre Botschaft: Liebe Deinen Körper, wie er ist, Du hast nur den einen."
(87 Minuten - 32 Minuten Bonus - Englisch, deutsche Untertitel - ab 12 Jahren)
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#31
Heute möchte ich Euch ein Hörbuch empfehlen.

Ilka Bessin: "Abgeschminkt. Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede". Erschienen bei Audio-to-go, gelesen von der Autorin, ungekürzte Lesung auf zwei mp3-CDs, 400 Minuten, 186 Tracks

Meine Rezension:

Mutmach-Bücher sind schwer angesagt. Hier kommt ein Mutmach-Hörbuch - nicht unbedingt als solches gedacht, funktioniert aber trotzdem. "Abgeschminkt" ist der Titel. Der Untertitel: "Das Leben ist schön - von einfach war nie die Rede". Autorin; Ilka Bessin. Kennen Sie nicht? Na, das ist die Frau, die Cindy aus Marzahn war. Ihre Markenzeichen als Cindy: pinkfarbener Jogginganzug, blonde Perücke, fett geschminkt - aber all das hat sie hinter sich gelassen. "Abgeschminkt" ist Bessins Erzählung von ihrem Werdegang. Von der Kindheit in der DDR: Marzahn ist nicht. Geburtsort ist Luckenwalde im Brandenburgischen, dessen berühmteste Söhne Rudi Dutschke und der Erfinder des Papptellers sind. Und eben Bessin, die sagt: "Und in der Mitte ich, zwischen Widerstand und Pragmatismus." Und, O-Ton: "gewissermaßen ab Werk mit Mängeln ausgestattet". Sie sei eine "kleine, dicke Nervensäge" gewesen, "nicht mit Schönheit gesegnet". Die anderen Kinder hätten sie dick und doof gefunden, und so sei sie eben laut und frech geworden. Bessins Geschichte zeigt, wie es gehen kann: Vom Start ab Werk mit Mängeln hin zum Kassenschlager. Hörenswert!
Und wir können lernen, wenn wir nur aufmerksam hinhören (und nicht nur schmunzeln oder lachen). Denn, so Bessin, auch ihre Eltern seien ab Werk mit Mängeln ausgestattet gewesen. Emotionen, auf ein aufgeschürftes Knie pusten, ein "ich hab Dich lieb": Fehlanzeige. Nur keine Rührseligkeiten, so war es im Elternhaus.
Schon das Laufenlernen war so eine Sache. "Ich lernte es wie alle Kleinkinder, aber ich mochte es nicht besonders. Daran hat sich bis heute nichts geändert." Zu ihrer Grundausstattung habe aber auch ein Dickkopf gehört. Beim Einkaufen im Konsum habe ihre Mutter immer mit einem Wut- und Brüllanfall rechnen müssen. Sie habe dann immer die Hand der kleinen Ilka gehalten und gequetscht. Warnung: Wage es ja nicht, hier herumzuschreien!
Von den anderen Kindern bekam sie eingeschenkt. Raus auf die Straße, "darf ich mitspielen?" - und schon hagelte es Beleidigungen oder abfuhren. "Ich hatte nur zwei Möglichkeiten", sagt sie, "abzischen oder aushalten." Meistens hat sie ausgehalten, manchmal aber hat sie sich auch in ihr Zimmer geflüchtet und geweint. Trost, weil die anderen Kinder so fies waren, gab es Zuhause nicht.
"Wenn man so aussieht, wie ich, kann man nur Komiker werden." Dieses Fazit von Ilka Bessin zeigt: Humor ist eine grandiose Ressource, ebenso wie die Fähigkeit zur Introspektion, zur kritischen Selbstsicht, aber auch zur Distanz. Sehen, was im Grund das Problem der anderen ist - und es bei denen belassen.

So gesehen ist das Hörbuch nicht nur mega unterhaltsam, sondern auch ein Lehrstück in Sachen Ressourcen, Resilienz, frühkindliches und ein bisschen auch transgenerationales Trauma.
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#32
Danke für eine wundervollen Tipps!

Den Film "Embrace" liebe ich sehr - hab ich schon 4 mal gesehen. Immer, wenn eine Freundin Probleme mit ihrem Aussehen hat (zu dick dies, zu hässlich das) und den Film noch nicht kennt, dann gibts einen Kino-Abend :-) Und immer wieder berührt er mich!

Also kann ich nur mitgehen mit dieser Empfehlung!

Sonnige Grüße,
Savina :-)
Don´t push the river - it flows by itself.
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#33
Guten Morgen Heart 
Gestern hatte ich ein spannendes Gespräch mit einer Fachärztin für Psychiatrie, die als forensische Psychiaterin in der Begutachtung Täter erlebt. Wir waren uns einig, dass es nicht nur uns als Fachleuten, sondern idealerweise allen in der Gesellschaft gut zu Gesicht stünde, nicht ständig und eilfertig zu (ver)urteilen. Dazu passt eine Buchkritik, die ich gerade geschrieben habe und die ich mit Euch teilen möchte.

Und ich würde es wieder tun, Raquel Erdtmann, Fischer, 255 Seiten, 14,99 Euro

Wie kann man nur? Das ist so schnell gesagt, machen wir fast alle andauernd. Beurteilen, und allzu oft verurteilen. Raquel Erdtmann kennt sich aus mit Be- und Verurteilen. Als Journalistin berichtet sie für eine große deutsche Tageszeitung aus den Gerichtssälen. In diesem Buch sind 32, laut Klappentext "spektakuläre Fälle" der Autorin zusammengetragen. 32 Geschichten, die unter die Haut gehen. Immer, sagt Erdtmann, gehe es ihr darum, "die passenden Worte für das Gefühl zu finden". Was sie im Gerichtssaal erlebt, sind tragische Schicksale, absurde Szenen und grausame Details. "Was ich dabei empfinde, ist egal", erklärt sie. Ihr komme es darauf an, dass Geschehen während der Verhandlungen so präzise wie möglich wiederzugeben, so wahrhaftig wie möglich zu schildern, "ohne Schmus und Gedöns, denn das sind echte Menschen". Sicherlich kann man dieses Buch lesen mit einem wohligen Grusel - ist ja anderen passiert, ein bisschen wie ein Hardcorekrimi im Fernsehen. Besser aber, man liest, was wahr ist: Erdtmann macht nämlich deutlich, wie wenig es manchmal braucht, um auf der Anklagebank zu landen.

(Hoffentlich nicht nur) für uns (HPP/As) ist das Buch besonders spannend, denn wir sehen, dass es Menschen gibt, die im Grunde nie eine Chance hatten, eine gute Resilienz zu entwickeln. Wie kann man nur... saufen und ein gutes Leben verkacken? Lest mal Erdtmanns Reportage "43 Jahre Leben". Mich hat es gerade zutiefst bewegt und erschüttert, Wort für Wort zu verfolgen, wie ein hochbegabtes Kind früh die Mutter verliert und unter der rigiden, lieblosen, gewalttätigen Fuchtel des Vaters tagtäglich um Anerkennung und ein anständiges Leben kämpft. Ein so schwerer Kampf, unvorstellbar fast für Menschen wie mich, die wir in unserer bunten Pippi-Langstrumpf-Welt leben. Und er scheitert, verliert den Kampf, landet auf der Anklagebank und im Knast.

Berührende Charakterstudien, eindrücklich in Worte gefasst von einer, die den Journalismus ehrt. Ein wirklich wunderbares Buch, das ich uneingeschränkt empfehle.


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Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#34
(05.07.2019, 08:34)dorothearose schrieb: Guten Morgen Heart 
Gestern hatte ich ein spannendes Gespräch mit einer Fachärztin für Psychiatrie, die als forensische Psychiaterin in der Begutachtung Täter erlebt. Wir waren uns einig, dass es nicht nur uns als Fachleuten, sondern idealerweise allen in der Gesellschaft gut zu Gesicht stünde, nicht ständig und eilfertig zu (ver)urteilen. Dazu passt eine Buchkritik, die ich gerade geschrieben habe und die ich mit Euch teilen möchte.

Und ich würde es wieder tun, Raquel Erdtmann, Fischer, 255 Seiten, 14,99 Euro

Wie kann man nur? Das ist so schnell gesagt, machen wir fast alle andauernd. Beurteilen, und allzu oft verurteilen. Raquel Erdtmann kennt sich aus mit Be- und Verurteilen. Als Journalistin berichtet sie für eine große deutsche Tageszeitung aus den Gerichtssälen. In diesem Buch sind 32, laut Klappentext "spektakuläre Fälle" der Autorin zusammengetragen. 32 Geschichten, die unter die Haut gehen. Immer, sagt Erdtmann, gehe es ihr darum, "die passenden Worte für das Gefühl zu finden". Was sie im Gerichtssaal erlebt, sind tragische Schicksale, absurde Szenen und grausame Details. "Was ich dabei empfinde, ist egal", erklärt sie. Ihr komme es darauf an, dass Geschehen während der Verhandlungen so präzise wie möglich wiederzugeben, so wahrhaftig wie möglich zu schildern, "ohne Schmus und Gedöns, denn das sind echte Menschen". Sicherlich kann man dieses Buch lesen mit einem wohligen Grusel - ist ja anderen passiert, ein bisschen wie ein Hardcorekrimi im Fernsehen. Besser aber, man liest, was wahr ist: Erdtmann macht nämlich deutlich, wie wenig es manchmal braucht, um auf der Anklagebank zu landen.

(Hoffentlich nicht nur) für uns (HPP/As) ist das Buch besonders spannend, denn wir sehen, dass es Menschen gibt, die im Grunde nie eine Chance hatten, eine gute Resilienz zu entwickeln. Wie kann man nur... saufen und ein gutes Leben verkacken? Lest mal Erdtmanns Reportage "43 Jahre Leben". Mich hat es gerade zutiefst bewegt und erschüttert, Wort für Wort zu verfolgen, wie ein hochbegabtes Kind früh die Mutter verliert und unter der rigiden, lieblosen, gewalttätigen Fuchtel des Vaters tagtäglich um Anerkennung und ein anständiges Leben kämpft. Ein so schwerer Kampf, unvorstellbar fast für Menschen wie mich, die wir in unserer bunten Pippi-Langstrumpf-Welt leben. Und er scheitert, verliert den Kampf, landet auf der Anklagebank und im Knast.

Berührende Charakterstudien, eindrücklich in Worte gefasst von einer, die den Journalismus ehrt. Ein wirklich wunderbares Buch, das ich uneingeschränkt empfehle.
Ein Buchtip zur Eßstörung:,,Dann bin ich eben weg,, Christine Feher .Lesenswert! Gruß Christina
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#35
(12.07.2019, 18:34)Neumann schrieb:
(05.07.2019, 08:34)dorothearose schrieb: Guten Morgen Heart 
Gestern hatte ich ein spannendes Gespräch mit einer Fachärztin für Psychiatrie, die als forensische Psychiaterin in der Begutachtung Täter erlebt. Wir waren uns einig, dass es nicht nur uns als Fachleuten, sondern idealerweise allen in der Gesellschaft gut zu Gesicht stünde, nicht ständig und eilfertig zu (ver)urteilen. Dazu passt eine Buchkritik, die ich gerade geschrieben habe und die ich mit Euch teilen möchte.

Und ich würde es wieder tun, Raquel Erdtmann, Fischer, 255 Seiten, 14,99 Euro

Wie kann man nur? Das ist so schnell gesagt, machen wir fast alle andauernd. Beurteilen, und allzu oft verurteilen. Raquel Erdtmann kennt sich aus mit Be- und Verurteilen. Als Journalistin berichtet sie für eine große deutsche Tageszeitung aus den Gerichtssälen. In diesem Buch sind 32, laut Klappentext "spektakuläre Fälle" der Autorin zusammengetragen. 32 Geschichten, die unter die Haut gehen. Immer, sagt Erdtmann, gehe es ihr darum, "die passenden Worte für das Gefühl zu finden". Was sie im Gerichtssaal erlebt, sind tragische Schicksale, absurde Szenen und grausame Details. "Was ich dabei empfinde, ist egal", erklärt sie. Ihr komme es darauf an, dass Geschehen während der Verhandlungen so präzise wie möglich wiederzugeben, so wahrhaftig wie möglich zu schildern, "ohne Schmus und Gedöns, denn das sind echte Menschen". Sicherlich kann man dieses Buch lesen mit einem wohligen Grusel - ist ja anderen passiert, ein bisschen wie ein Hardcorekrimi im Fernsehen. Besser aber, man liest, was wahr ist: Erdtmann macht nämlich deutlich, wie wenig es manchmal braucht, um auf der Anklagebank zu landen.

(Hoffentlich nicht nur) für uns (HPP/As) ist das Buch besonders spannend, denn wir sehen, dass es Menschen gibt, die im Grunde nie eine Chance hatten, eine gute Resilienz zu entwickeln. Wie kann man nur... saufen und ein gutes Leben verkacken? Lest mal Erdtmanns Reportage "43 Jahre Leben". Mich hat es gerade zutiefst bewegt und erschüttert, Wort für Wort zu verfolgen, wie ein hochbegabtes Kind früh die Mutter verliert und unter der rigiden, lieblosen, gewalttätigen Fuchtel des Vaters tagtäglich um Anerkennung und ein anständiges Leben kämpft. Ein so schwerer Kampf, unvorstellbar fast für Menschen wie mich, die wir in unserer bunten Pippi-Langstrumpf-Welt leben. Und er scheitert, verliert den Kampf, landet auf der Anklagebank und im Knast.

Berührende Charakterstudien, eindrücklich in Worte gefasst von einer, die den Journalismus ehrt. Ein wirklich wunderbares Buch, das ich uneingeschränkt empfehle.
Ein Buchtip zur Eßstörung:,,Dann bin ich eben weg,, Christine Feher .Lesenswert! Gruß Christina
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#36
Neulich habe ich ein Buch gekauft, das eine Frau nach bestandener (!!!) Prüfung in einer fb-Gruppe abzugeben hatte. Ich habe es nur gekauft, weil es günstig war, so nach dem Motto "kann ja nicht schaden". Big Grin

Jetzt habe ich aktuell ein neues Lieblingsbuch Angel , und das auch noch mit guter Energie (wegen der bestandenen Prüfung Cool Tongue ), und das will ich allen, die fleißig für den HPP lernen, nicht vorenthalten.

50 Fälle - Psychiatrie und Psychotherapie. Bed-side-learning von Klaus Lieb, Bernd Heßlinger und Gitta Jacob, Verlag Urban & Fischer, 300 Seiten

Ganz ehrlich, das Buch ist mega. Laut Klappentext bietet es "Patienten wie im echten Klinikalltag", es ist für "problemorientiertes Lernen am konkreten klinischen Fall - ideal für mündliche Prüfungen und für Visiten in Famulatur und PJ". Ihr seht: Es ist für die Ausbildung von Ärzten gedacht, aber schiet op, ist für uns auch gut. Big Grin

Aktuell hält das Buch montags und freitags in den Lerngruppen her, und Anja und ich stecken die Köpfe drüber zusammen, wenn wir uns live treffen. Das geniale ist, dass wir Schritt für Schritt durch die Fälle geführt werden, und, so wie wir es benutzen, am konkreten Fall lernen, eine Anamnese durchzuführen, auf Fallstricke zu achten, bzw. volle Lotte drüber zu stolpern... Das Vorgehen, bzw. die Fragen sind nicht bei jedem Fall identisch (von daher kommt keine Langeweile auf), und es lohnt sich, die Fälle in Häppchen aufgeteilt zu bearbeiten und die nächsten Fragen/Antworten dabei jeweils abgedeckt zu lassen.

Es ist spannend, lehrreich, macht kolossal viel Spaß und ich empfehle es uneingeschränkt.

PS. Ich habe auch die beiden Bücher von Schneider (HPP - Mündliche Prüfung, 350 Fallgeschichten, 52 Prüfungsprotokolle / Psychiatrie leicht verstehen, HPP, 150 einprägsame Fallgeschichten zu den Störungsbildern der ICD10). Auch die sind super fürs (gemeinsame) Lernen. Aber ich finde, das Buch von Lieb, Heßlinger und Jacob ist besser.

Entschuldigt, dass der Text so lang geworden ist. Ist der Begeisterung geschuldet. Angel Big Grin top top top
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#37
(13.07.2019, 18:10)dorothearose schrieb: Neulich habe ich ein Buch gekauft, das eine Frau nach bestandener (!!!) Prüfung in einer fb-Gruppe abzugeben hatte. Ich habe es nur gekauft, weil es günstig war, so nach dem Motto "kann ja nicht schaden". Big Grin

Jetzt habe ich aktuell ein neues Lieblingsbuch Angel , und das auch noch mit guter Energie (wegen der bestandenen Prüfung Cool Tongue ), und das will ich allen, die fleißig für den HPP lernen, nicht vorenthalten.

50 Fälle - Psychiatrie und Psychotherapie. Bed-side-learning von Klaus Lieb, Bernd Heßlinger und Gitta Jacob, Verlag Urban & Fischer, 300 Seiten

Ganz ehrlich, das Buch ist mega. Laut Klappentext bietet es "Patienten wie im echten Klinikalltag", es ist für "problemorientiertes Lernen am konkreten klinischen Fall - ideal für mündliche Prüfungen und für Visiten in Famulatur und PJ". Ihr seht: Es ist für die Ausbildung von Ärzten gedacht, aber schiet op, ist für uns auch gut. Big Grin

Aktuell hält das Buch montags und freitags in den Lerngruppen her, und Anja und ich stecken die Köpfe drüber zusammen, wenn wir uns live treffen. Das geniale ist, dass wir Schritt für Schritt durch die Fälle geführt werden, und, so wie wir es benutzen, am konkreten Fall lernen, eine Anamnese durchzuführen, auf Fallstricke zu achten, bzw. volle Lotte drüber zu stolpern... Das Vorgehen, bzw. die Fragen sind nicht bei jedem Fall identisch (von daher kommt keine Langeweile auf), und es lohnt sich, die Fälle in Häppchen aufgeteilt zu bearbeiten und die nächsten Fragen/Antworten dabei jeweils abgedeckt zu lassen.

Es ist spannend, lehrreich, macht kolossal viel Spaß und ich empfehle es uneingeschränkt.

PS. Ich habe auch die beiden Bücher von Schneider (HPP - Mündliche Prüfung, 350 Fallgeschichten, 52 Prüfungsprotokolle / Psychiatrie leicht verstehen, HPP, 150 einprägsame Fallgeschichten zu den Störungsbildern der ICD10). Auch die sind super fürs (gemeinsame) Lernen. Aber ich finde, das Buch von Lieb, Heßlinger und Jacob ist besser.

Entschuldigt, dass der Text so lang geworden ist. Ist der Begeisterung geschuldet. Angel Big Grin top top top

Hallo zusammen,

ich habe besagtes Buch auch zur Vorbereitung meiner Prüfung mit viel Begeisterung genutzt und habe diese dann auch zu meiner Freude auf Anhieb bestanden.
Wenn also jemand an den 50 ausführlich und abwechslungsreich behandelten Fällen im Frage-Antwort-System noch Interesse hat, so kann er/sie sich gerne bei mir melden. Ich kann Euch die aktuelle Ausgabe von 2016 anbieten. Bitte einfach per PN melden.

Euch allen viel Spaß beim Lernen - der Erfolg kommt dann ganz von alleine...
Liebe Grüße
Katja

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. (Pearl S. Buck)
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#38
Liebe Doro,

Deine Buchtipps sind Gold wert! Die Auswahl ist toll und wie Du schreibst und sie beschreibst phantastisch top.
Ich bin meist eine stille Mitleserin und profitiere heimlich davon. Also: Vielen Dank und gerne mehr davon. Ich freue mich darüber Smile!
Liebe Grüße
Katja

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. (Pearl S. Buck)
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#39
(14.07.2019, 13:26)katjakim schrieb: Liebe Doro,

Deine Buchtipps sind Gold wert! Die Auswahl ist toll und wie Du schreibst und sie beschreibst phantastisch top.
Ich bin meist eine stille Mitleserin und profitiere heimlich davon. Also: Vielen Dank und gerne mehr davon. Ich freue mich darüber Smile!

Liebe Katja, von Herzen danke für diese wundervolle Rückmeldung und Deine Wertschätzung! Heart
Das Buch geht garantiert gern an eine der Frauen aus meinen Lerngruppen. Was möchtest Du dafür haben? Ich schreibe es direkt mal in die WhatsApp-Gruppe! Vermutlich ist das Buch schon so gut wie verkauft.

Und: Herzlichen Glückwunsch! Wann hast Du wo die Überprüfung hinter Dich gebracht? Du musst ja stolz und glücklich sein, ich freue mich mit Dir! Heart
Auf Genusstour  Heart

*Denn schlimmer als zu sterben ist es, nicht zu wissen, wofür man lebt.* (Gioconda Belli)

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#40
Liebe Doro und Katja,
gesagt, getan!
Doro hat so Recht, ich will's haben- und Katja, Du hast eine PN von mir ...
Danke Euch beiden!
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