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Warum ich Tierheilpraktiker geworden bin...
#1
Meine Lieben,

im Gespräch mit Euch fällt mir immer wieder auf, dass die Veranlassung, sich zum Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen, oft sehr ähnlich ist.
Vielleicht haben diejenigen, die schon in der Ausbildung sind oder sie bereits abgeschlossen haben und praktizieren, Lust zu schreiben, was ihr persönlicher Beweggrund war, THP zu werden.

Oft ist es ja so, dass ein krankes Tier einen irgendwann dazu bringt, eine Alternative zu suchen. Als ich vor 20 Jahren einen Welpen bekam, der die ersten zwei Jahre nur Durchfall hatte, schien es niemanden zu geben, der mir weiter helfen konnte. Spezialfutter und Medikamente funktionierten nicht nachhaltig.
Als dann noch eine massive Falschbehandlung durch eine Tierärztin erfolgte, dachte ich darüber nach, dass es etwas anderes geben muss: Ganzheitlicher, natürlicher und weniger rücksichtslos im Hinblick auf Nebenwirkungen. Die Tierärztin, die ich damals hatte, war immens wirtschaftlich orientiert, um es vorsichtig auszudrücken. Das Wohl meines Hundes erschien mir immer mehr zweitrangig.

Als ich meine Ausbildung vor 19 Jahren begann, gab es unendlich viele "Aha"-Momente und allein dafür hätte sich diese Ausbildung schon gelohnt. Zusammenhänge zu erkennen, das Tier als Ganzes zu sehen und zu erkennen, all das hat mich verändert. Als ich die ersten Fälle zur Zufriedenheit der Besitzer therapierte, war das etwas, das mich sehr stolz gemacht hat. Sinnstiftend.

Und natürlich hat auch mein Hund von diesem Wissen profitiert, nach einer Eliminationsdiät und der entsprechend zusammen gestellten Ernährung gab es keine Probleme mehr. Ich habe gelernt, dass wir und all unsere Tiere Wesen sind, die von so vielen Einflüssen geprägt und beeinflusst werden, dass man versuchen sollte, die negativen Einflüsse soweit wie möglich zu eliminieren und die positiven zu Hilfe zu nehmen. Ganzheitlichkeit. Überall.
Der Schritt zur bestandenen Heilpraktikerprüfung vor 10 Jahren war eine logische und naheliegende Folge.

Heute bin ich sehr glücklich, dass es immer wieder Momente in meinem Leben gibt, wo genau ich für einen Menschen oder ein Tier etwas zum Guten verändert habe, das schulmedizinisch austherapiert schien. Natürlich kann man nicht jedem Menschen oder Tier nachhaltig helfen, aber oft ist Linderung oder Verständnis für eine Situation auch schon ein Weg zu einer besseren Lebensqualität für alle Beteiligten.

Und nun zu Euch: Was hat Euch bewegt, Tierheilpraktiker zu werden? Gab es einen Schlüsselmoment? Oder einen langsamen Weg der Erkenntnis?
Ich bin gespannt auf Eure Berichte.

Eure Nicole
Antworten
#2
(09.10.2018, 09:39)Nicole Kremling schrieb: Meine Lieben,

im Gespräch mit Euch fällt mir immer wieder auf, dass die Veranlassung, sich zum Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen, oft sehr ähnlich ist.
Vielleicht haben diejenigen, die schon in der Ausbildung sind oder sie bereits abgeschlossen haben und praktizieren, Lust zu schreiben, was ihr persönlicher Beweggrund war, THP zu werden.

Oft ist es ja so, dass ein krankes Tier einen irgendwann dazu bringt, eine Alternative zu suchen. Als ich vor 20 Jahren einen Welpen bekam, der die ersten zwei Jahre nur Durchfall hatte, schien es niemanden zu geben, der mir weiter helfen konnte. Spezialfutter und Medikamente funktionierten nicht nachhaltig.
Als dann noch eine massive Falschbehandlung durch eine Tierärztin erfolgte, dachte ich darüber nach, dass es etwas anderes geben muss: Ganzheitlicher, natürlicher und weniger rücksichtslos im Hinblick auf Nebenwirkungen. Die Tierärztin, die ich damals hatte, war immens wirtschaftlich orientiert, um es vorsichtig auszudrücken. Das Wohl meines Hundes erschien mir immer mehr zweitrangig.

Als ich meine Ausbildung vor 19 Jahren begann, gab es unendlich viele "Aha"-Momente und allein dafür hätte sich diese Ausbildung schon gelohnt. Zusammenhänge zu erkennen, das Tier als Ganzes zu sehen und zu erkennen, all das hat mich verändert. Als ich die ersten Fälle zur Zufriedenheit der Besitzer therapierte, war das etwas, das mich sehr stolz gemacht hat. Sinnstiftend.

Und natürlich hat auch mein Hund von diesem Wissen profitiert, nach einer Eliminationsdiät und der entsprechend zusammen gestellten Ernährung gab es keine Probleme mehr. Ich habe gelernt, dass wir und all unsere Tiere Wesen sind, die von so vielen Einflüssen geprägt und beeinflusst werden, dass man versuchen sollte, die negativen Einflüsse soweit wie möglich zu eliminieren und die positiven zu Hilfe zu nehmen. Ganzheitlichkeit. Überall.
Der Schritt zur bestandenen Heilpraktikerprüfung vor 10 Jahren war eine logische und naheliegende Folge.

Heute bin ich sehr glücklich, dass es immer wieder Momente in meinem Leben gibt, wo genau ich für einen Menschen oder ein Tier etwas zum Guten verändert habe, das schulmedizinisch austherapiert schien. Natürlich kann man nicht jedem Menschen oder Tier nachhaltig helfen, aber oft ist Linderung oder Verständnis für eine Situation auch schon ein Weg zu einer besseren Lebensqualität für alle Beteiligten.

Und nun zu Euch: Was hat Euch bewegt, Tierheilpraktiker zu werden? Gab es einen Schlüsselmoment? Oder einen langsamen Weg der Erkenntnis?
Ich bin gespannt auf Eure Berichte.

Eure Nicole

Hallo Nicole,
bei mir ist es ähnlich. Es sind die Erfahrungen mit diversen Tierärzten oder Herstellern von Medikamenten oder Futtermitteln, die ich oder mein Umfeld so machten. Ich wollte da nicht mehr tatenlos und unwissend zusehen. Ich führte Diskussionen, warum ich nicht gleich Antibiotika oder eine weitere schwere Impfung am gleichen Tag will. Diskussionen, warum ich meinen Hund nicht die so praktische Kastration angedeihen lassen möchte. Ich war hilflos, weil bei meiner alten Hündin die Nieren versagten. Die Tierärztin verpasste ihr Infusionen, deren Sinn fraglich ist, wie mir hinterher ein Nephrologe bestätigte. Leider fehlt öfters der fachliche Background, wenn keine Zeit zum Nachlesen im Internet oder einem Buch ist.  Geschockt war ich vor einigen Wochen von Empfehlungen zur Leishmaniose-Prophylaxe für den Hund. Natürlich von einem Hersteller, der hier anzuwendenden Chemikalien. Von daher bin ich sehr froh, dass die Ausbildung zum THP hier angeboten wird. Ich lerne nach der Arbeit am Abend und am Wochenende und habe hierdurch freie Zeiteinteilung. Anders könnte ich es nicht schaffen. Zum Wohle meiner Tiere. Vielen vielen Dank!!!
Antworten
#3
Liebe Nicole,

mein Kindheitstraum war es schon immer „irgendwas“ mit Tieren zu tun. Da meine Oma sehr viel mit Heilkräutern arbeitete und mir einiges an Wissen hinterlassen hat, hat auch dies meine Kindheit geprägt.

Wie so oft im Leben ging es dann aber ausbildungstechnisch in einen ganz andere Richtung und ich arbeitete in einem Beruf, der mich nicht wirklich ausfüllte.

Als vor knapp 20 Jahren dann meine Hündin Gipsy bei mir einzog, erinnerte ich mich wieder an die Worte meiner Oma. Natürlich verbrachte ich wieder mehr Zeit in der Natur, entdeckte alte und neue Kräuter, probierte das eine oder andere aus, und musste feststellen, dass es wirkte.

Nachdem ich mit dem vom TA empfohlenen Trofu ein ganz schlechtes Gefühl hatte, habe ich mich entschlossen, Gipsy zu barfen. Vor 15 Jahren war das noch nicht ganz so einfach wie heute (Fleischbeschaffung….). Swanies Büchlein gab mir Sicherheit.

Natürlich hatte auch ich entsprechende Diskussionen mit Tierärzten, Hundetrainern, ….Nicht nur wegen der Ernährung sondern natürlich auch Impfen, Entwurmen, Medikamente… Ich habe sehr viele Fachbücher zu verschiedenen Themen gelesen (eigentlich verschlungen!!).

Ein ganz entscheidendes Erlebnis war aber, als bei Gipsy mit knapp 10 Jahren eine Herzinsuffizienz festgestellt wurde und mir die TAs prophezeiten, dass sie nicht mehr lange leben würde. Ich entschloss mich, sie nur naturheilkundlich zu behandeln – und sie wurde fast 18 Jahre alt!!

Das alles brachte so viel Veränderung mit sich, dass ich mich entschloss, die Ausbildung in Kräuterheilkunde zu absolvieren. Und das war nur der Anfang. Als EB arbeite ich nun schon seit ein paar Jahren und inzwischen mache ich die Ausbildung zum THP bei Dir und Marion und ich hätte nicht gedacht, dass Lernen so viel Spaß machen kann.

Anfang nächstes Jahr mache ich die Abschlussprüfung und wenn die gut läuft freue ich mich auf die nächsten Fortbildungen.

Es ist schön, auf seinem Weg zu sein!!

Liebe Grüße, Regina
Antworten
#4
Das finde ich wirklich interessant... Dann werde ich auch mal meine Beweggründe dazu darlegen!

Bei mir fing es erst einmal mit der Ernährungsberatung an. Als Gizmo vor 10 Jahren zu uns kam, war er ein Welpe. Im Vierwochen-Rhythmus waren wir beim TA auf Grund von immer wieder auftretenden Durchfällen. Nichts half! Ich fing an mich mit der Ernährung auseinander zu setzen und entwickelte mich weiter. Immer mehr Menschen sprachen mich an und irgendwann habe ich dann meinen TEB bei ATN gemacht. Weiter Ausbildungen folgten.

Als Yoko dann zu uns kam und auch immer mehr Kundentiere krank waren, dachte ich, dass ich mehr wissen muss und habe mich dazu entschieden den THP zu machen und wurde Schüler bei Nicole und Marion...

Tja, den Rest kennt ihr... Wink

Grüße & einen schönen Sonntag

Nils
Antworten
#5
Als Kind wollte ich auch unbedingt etwas mit Tieren und mit Medizin machen - naja, gelernt hab ich dann erstmal Menschen und Pflege/Medizin.

Vor einigen Jahren hatte ich dann eine Katzenpsychologin für meine Katzengruppe ins Boot geholt.
Mich hat das alles fasziniert mit dem feinen lesen des Verhaltens, den kleinen Tipps, die große Besserungen brachten und den Einsatz der Bachblüten. Die hatte ich einige Jahre vorher, in einer für mich ganz schlimmen Zeit, bereits für mich selbst entdeckt.
Da ich aber vor der Psychologie das "Körperliche" lernen wollte kam ich auf den THP.

Quasi mit Beginn meiner THP Ausbildung (September 2014) hatte ich dann plötzlich auch einen kranken Kater (felines Asthma, Erstdiagnose Oktober 2014) und das hat mich im weiter machen immer bestärkt, dass ich meine eigenen Katzen auch so viel unterstützen kann.

Naja, Psychologie habe ich bis heute (noch) nicht gemacht, dafür ergab sich während der THP Ausbildung wie von selbst der Schwerpunkt Ernährung Big Grin
Antworten
#6
Bei mir war der ausschlaggebende Punkt das ich vor 3 Jahren einen Border Collie mit 5 Monaten bekam und dieser vom ersten Tag an hustete. Es began eine riesen Odysee. Er bekam Antibiotika, eins nach dem andern. Immer 10 Tage, dann 5 Tage Pause. Der Husten ging nicht weg. Bronchoskopie, Lungenwürmer, Herzwürmer... alles wurde getestet oder gemacht... das Ergebnis er hustete weiter. Dann nach 6 Monaten wurde zu dem Antibiotika noch Kortison eingesetzt, da die Klinik nicht mehr wusste was sie noch geben sollen.
Ende vom Lied war, das mein kleiner mit einem Jahr vom Immunsystem so kaputt war, das er ständig andere Krankheiten bekommen hat und natürlich auch eine Futtermittelunvetträglichkeit.
2 Jahre wurde er dann naturheilkundlich behandelt.
Heute ist er 5 Jahre alt und soweit das er nicht mehr hustet, nicht mehr ständig krank wird und auch der Darm konnte soweit stabilisiert werden, das er nicht mehr ständig Durchfall bekommt.

Mein 2. Border Collie hatte 2015 einen schweren Autounfall. Ihm wurden 30% der Lunge entfernt und er hatte einen Patellasehenabriss. Nach mehreren Operationen und 8 Monaten Physiotherapie war er zwar körperlich wieder fit, aber er hatte schwere Traumata. Auch hier wurde naturheilkundlich gearbeitet und heute ist er wieder ein ganz normaler Border Collie, der sogar wieder Hundesport machen kann.

2017 ergaben sich dann bei mir berufliche und private Veränderungen und da war klar... jetzt krempele ich noch einmal alles um und erfülle mir meinen Traum den THP und den TEB zu machen... mit 48 Jahren!

LG Panja
Antworten


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