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Grundkurs Dienstag Abend Psychische Erkrankungen
#1
Ihr Lieben, am Dienstagabend erarbeiten wir uns gerade die Psychischen Erkrankungen. Gerne stelle ich euch hier ein sehr hilfreiches Fallbeispiel zu den Zwangsstörungen ein:

"Liebe Marlene,

zum aktuellen Thema Zwangsstörungen möchte ich dir gerne etwas erzählen. Ich habe viele Jahre darunter gelitten.

Es begann mit ca. 9 oder 10 Jahren. Es drängte sich mir der Gedanke auf, wenn ich nicht jede Ecke des Tisches einmal berühre

und dabei zähle bekomme ich Streit mit meiner Mutter. Ich gab dem Zwang eine Zeitlang nach doch dann wehrte ich mich dagegen

und bekam Streit mit meiner Mutter… Also blieb ich dabei diverse Handlungen auszuführen. Diese aus meiner Sicht unnormale 

Geschichte begleitete mich bis Anfang 30 und steigerte sich, ohne das jemand davon erfuhr. Ich dachte ich hätte nicht alle Tassen im 

Schrank und war total verzweifelt. Da ich ein sehr spiritueller Mensch bin bekam ich einen Boten geschickt. 

Ein Mensch der mich nur kurze Zeit meines Lebens begleitete. In einem Gespräch erzählte er mir von einer Person mit Zwangsstörungen, 

so nebenbei… Endlich wusste ich was mit mir los war.

Also begann ich Bücher zu dem Thema zu lesen. So erfuhr ich das ein bestimmter Bereich im Gehirn der Betroffenen überaktiv ist und dem

Problem nur mit Medikamenten und Psychotherapie beizukommen sei. Für mich kam das nicht in Frage. Ich hatte das Gefühl das ich die 

Sache anders lösen müsste. Mittlerweile waren die Zwangsgedanken in eine echt üble Richtung gegangen (Entführung, Vergewaltigung,

Folter). Ich war kurz davor durchzudrehen und begann zu beten. Irgendwann bekam ich eine Eingebung, welcher ich vertrauensvoll folgte.

Ich personifizierte die Angst. Vor meinem geistigen Auge sah ich ganz deutlich ein Wesen, häßlich, hager, bösartig und begriff das dieses 

Wesen sich von meiner Angst ernährte. Also sagte ich ihm klar und deutlich, dass ich nicht mehr dazu bereit sei ihm Nahrung zu geben

und schickte es „nach Hause“. Von diesem Tag an war es vorbei. Ich hatte das Bedürfnis dir dieses Erlebnis zu erzählen. Meiner Überzeugung 

nach gibt es diese Wesenheiten. Seit diesem Tag kann ich sie auch bei anderen Menschen wahrnehmen. So hatten die Jahre des Leidens doch 

einen Sinn. 


Wünsche dir ein wunderschönes Wochenende 

Herzliche Grüße"
Antworten
#2
Vielen Dank für dieses Beispiel. Endlich habe ich beim Thema Psyche mal etwas bildlich vor mir. Es ist für mich ein sehr schwer zu lernendes Thema.
Liebe Grüße Anja

                                           Ein Plan, der sich nicht ändern lässt ist ein schlechter Plan  (Sallust)

Antworten
#3
(09.05.2018, 23:18)anjabr schrieb: Vielen Dank für dieses Beispiel. Endlich habe ich beim Thema Psyche mal etwas bildlich vor mir. Es ist für mich ein sehr schwer zu lernendes Thema.

Du Liebe, ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich helfen könnte...

Mir hat es damals sehr geholfen und ich glaube den Dienstagsleuten auch, dass wir uns zuerst einmal überlegt haben, welche Erkrankungen mit Realitätsverlust einhergehen und welche nicht. Also die schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen aufgezählt und die ohne Realitätsverlust.

Im nächsten Schritt finde ich es gut, wenn man die schwerwiegenden psychiatrischen Symptome aufzählen und definieren kann. Das hilft ungemein....Mir fällt oft auf, dass wir nich einmal unterscheiden können zwischen Erkrankungen und Symptomen...
Es macht zudem etwas Ordnung im Kopf und das Gehirn freut sich, wenn es die Begriffe auch erklären kann. 

Also schau mal hier, ob du das gut findest:

Zuerst 

was ist überhaupt Realitätsverlust?

= Symptom, geistiger Zustand gestört, Wahrnehmung entspricht nicht der gleichen Wahrnehmung wie Mehrzahl der Bevölkerung, Wahrnehmung der Realität ist beeinträchtigt
 → Selbst- und Fremdgefährdung, Leidensdruck
 
 
was ist eine Neurose ?

= veralteter Oberbegriff für Persönlichkeitsstörungen, somatoforme Störungen
            OHNE Realitätsverlust (auf jeden Fall wenig gestörter Realitätskontakt)
            
mit funktionellem[1]Wandel des Erlebens
 
 
 was ist eine Psychose ? (ebenfalls veraltet, aber so schön verständlich für das Gehirn  Smile )
= Störung der Psyche 

MIT Realitätsverlust in der psychotischen Episode (oft vorübergehend) 
mit strukturellem[2]Wandel des Erlebens (Struktur/Aufbau/Ordnung der Psyche gestört  →„Vernunft fehlt“)
führt zu Veränderung im DENKEN  WAHRNEHMEN  FÜHLEN
 
Bei den Psychosen ist die Psyche also in ihrer "Gesamtordung" massiv gestört, es sind schwerwiegende psychische Störungen.

 Jetzt ein Überblick über wichtige psychiatrische Erkrankungen:
 
 
Erkrankungen der Psyche ohne Realitätsverlust 
 
·     Neurotische Störungen (Angst-, Zwangs-, Dissoziative Störungen, Depressive Neurose) 
·     Belastungs- und Anpassungsstörungen (Akute Belastungsreaktion, PBS) 
·     Somatoforme und psychosomatische Störungen 
·     Persönlichkeitsstörungen
·     Essstörungen
·     Schlafstörungen
·     Sucht (aber mit psychotischen Episoden!)
·     ADHS
·     psychische Störungen bei Kindern Autismus....
 
 
 
Erkrankungen der Psyche mit Realitätsverlust 
 
Depression
Manie
Schizophrenie
organische Psychosyndrome (akut und chronisch) 

 


Hier sieht man schon mal, dass sich der HP gar nicht mit so vielen psychischen Erkrankungen auseinander setzt, dass es unüberschaubar ist, sondern im Gegenteil für den ersten Überblick ist es ganz schön sortiert und aufgeräumt dadurch.

Im nächsten Schritt wäre es super, wenn man die psychotischen Symptome kennt und erklären kann:

Symptome 
Störungen im Bewusstsein und der Orientierung
Störungen im Bewegungsablauf

Schlafstörungen
Antriebsstörung


Störung der Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Auffassung, Intelligenz, Kontakt... 
Störung der Wahrnehmung, Realitätsverlust
Denkstörungen (formell/inhaltlich)
Halluzinationen


Störung der Stimmung, Verstimmung, depressive Verstimmung.... 
Störung der Emotionen, Affektstörungen
ICH-Störungen

 
...... 

Diese Symptome habe ich damals wie Vokabeln gelernt und erklärt und Beispiele dafür gesucht. Im letzten Schritt müssen die dann noch den einzelnen Erkrankungen zugeordnet werden...

Wir könnten ja ein "Psychespiel"machen und die Symptome erklären und Beispiele dafür nennen? Könnte das helfen, habt ihr Lust?



Heart
Heart
Heart


 



[1]Funktion = Verrichtung, Leistung, Fähigkeit
 
[2]Struktur = Zusammenfügung, Ordnung, Aufbau
Antworten
#4
Ihr Lieben aus dem Dienstagskurs, wenn ihr den Weg hier her gefunden habt...habt ihr Lust hier die Psyche zu wiederholen?:

Was ist der Unterschied zwischen Stereotypien und Zwangsstörungen?

Es dürfen aber gerne alle HPA mitmachen egal aus welchem Kurs  Heart
Antworten
#5
Danke für dieses Thema, denn ich wiederhole gerade die Psyche für die dritte Zwischenprüfung und tue mich sehr schwer damit  Blush
Hier habe ich gar nicht rein geschaut, weil ich dachte "Dienstagskurs, das geht mich nichts an...."
Also nochmal danke für die Erwähnung heute im AHA-Kurs  Heart
Dann versuche ich mal mein Glück:
Stereotypien sind eher unbewusst, zB ständiges Kopfwackeln oder ähnliches. 
Diese Bewegung ist der Person dann oft gar nicht bewusst. 
Zwangsstörungen gliedern sich in Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, d.h. derjenige muss immer wieder einen Gedanken denken oder auch eine bestimmte Handlung ausführen, wie im obigen Beispiel die Ecken des Tisches zählen.
Er weiß, was er tut und auch, dass es eigentlich unsinnig ist, kann es aber trotzdem nicht lassen. 
LG Claudia
Antworten
#6
Mir geht es so wie Claudia: ich hatte aus dem gleichen Grund hier nicht reingeschaut.


Liebe Claudia,

was meinst Du mit "wie im obigen Beispiel"?

Ich ergänze noch:
Bei der Stereotypie handelt es sich um eine psychomotorische Störung, bei den Zwangsstörungen dagegen um eine psychische Störung.

Ich denke nicht, dass die Stereotypie unbewusst abläuft, sondern, dass den Betroffenen die wiederholte Bewegung bewusst ist, sie diese aber sie nicht beeinflussen können.
Bonnie
Antworten
#7
Mit obigem Beispiel meinte ich Marlenes Eingangspost  Blush
LG Claudia
Antworten
#8
Ach so, den hatte ich gar nicht gelesen.
Bonnie
Antworten
#9
Super Dankeschön  Heart

Stereotypien
psychomotorische Störung
können bewusst oder unbewusst ablaufen
zB ständiges Kopfwackeln oder ähnliches


zu welchen Krankheitsbildern gehören Stereotypien?


Zwangsstörungen
psychische Störung
Zwangsstörungen gliedern sich in Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, d.h. derjenige muss immer wieder einen Gedanken denken oder auch eine bestimmte Handlung ausführen, wie im obigen Beispiel die Ecken des Tisches zählen.
Er weiß, was er tut und auch, dass es eigentlich unsinnig ist, kann es aber trotzdem nicht lassen. 

was charakterisiert die Zwangsstörungen noch?
Antworten
#10
Stereotypien gehören zu den psychomotorischen Störungen (da ich das schon geschrieben hatte, erwartest Du wohl etwas anderes ?).

Bei Zwangsstörungen ist der Betroffene durch die Erkrankung in seiner Lebensführung beeinträchtigt.
Bonnie
Antworten


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