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Fragen rund um die Yoga - Philosophie
#1
Hallo liebe Yoga-Freunde,

Dies ist unser Forum für alle Fragen rund um die Yoga-Philosophie. Ihr könnt hier gerne alle Fragen zu diesem Thema stellen. Auch falls Du nicht an unserem bevorstehenden Webinar teilnehmen kannst, bist Du herzlich eingeladen hier Deine Fragen vor, während und auch gerne noch nach dem Webinar zu stellen.

Unser bevorstehendes Webinar über die Yoga-Philosophie:

Vorstellungsabend: 5. Februar - 19:00 Uhr
- hier kannst Du Dich zum Vorstellungsabend anmelden:
https://www.fernlehrgang-heilpraktiker.c...ursid=5726

Kursstart: 5. März - 19:00 Uhr
6 Termine je 2 Std.
Kursbeschreibung und Anmeldung:
http://isolde-richter.de/de/ausbildung/y...g-webinar/

Ich freue mich über Eure Fragen!

namasté,
Attila
Antworten
#2
Ein paar Gedanken zu MANTRAS

Was ist ein Mantra, wozu dient es, wie arbeiten wir richtig damit und wie wirkt es?

Das Wort Mantra entsteht aus der Zusammensetzung von zwei Sanskrit - Wörtern: “Manas” und “Trayati”

“Manas” ist im weitesten Sinne der Geist, hier ist vor allem die schöpferische und sprunghafte Natur unseres Geistes gemeint. Im weiteren Sinne also auch unsere Phantasie. Unsere Phantasie, die sich alle möglichen Geschichten und Ereignisse ausmalt, von denen manche dann auch Wirklichkeit werden - manchmal erfreulicherweise, manchmal unerfreulicherweise.

“Trayati” bedeutet etwas verdreifachen. Gemeint ist damit, daß etwas alle drei Ebenen unseres Seins berührt werden: Körper, Geist und Seele. Deswegen wird das Wort “Trayati” im Sanskrit auch gleichbedeutend mit “Reinigung” oder  “Werkzeug” verwendet.

Ein “Mantra” ist also ein Werkzeug zur Reinigung unseres sprunghaften Geistes, eine Reinigung, die sich schließlich in allen 3 Ebenen, nämlich Körper, Geist und Seele vollzieht.

In unserer westlichen Tradition nennen wir diese Praxis Kontemplation. Im Gegensatz zur Meditation, die die Entleerung unseres Geistes zum Ziel hat, will Kontemplation oder Mantra-Rezitation, daß gewisse wahre Sätze uns reinigen und harmonisieren. In der heutigen Esoterik haben sogenannte Bekräftigungs-Sätze eine ähnliche Wirkung.

In unserem Yoga-Webinar werden wir auch die Arbeit mit Mantras ausführlich lernen.

Ein sehr bekanntes und schönes Mantra ist:

Sat Chit Ananda

Sat - Wahrheit, aber auch Ganzheit
Chit - Geist
Ananda - Glückseeligkeit

Diesen Satz kann man auf vielfache Weise übersetzen und auslegen, doch das schöne ist daran, daß jede Auslegenung ihre Wahrheit besitzt. Ich würde es so übersetzen:

Glückseelig ist der wahrhafte Geist
(und wahrhaft heißt hier eben auch, daß der Geist nichts ausschließt, also die Ganzheit auffasst).

Hier eine in letzter Zeit sehr bekannt gewordene Vertonung, in welchem auch dieses Mantra vorkommt:

https://www.youtube.com/watch?v=KLsiWN5b-hQ&t=2s

Viel Spaß beim Hören!

namasté,
Attila
Antworten
#3
Wer Lust hat, schon mal in Patanjalis Yoga-Sutras zu blättern, hier eine Übersetzung, die man online lesen kann:

https://de.ashtangayoga.info/philosophie/yoga-sutra/

In unserem Webinar werden wir uns einige Schlüsselstellen dieses Textes erarbeiten und sehen, wie wir diese Erkenntnisse in unserem Alltag fruchtbringend anwenden können.

Bis gleich!
Attila
Antworten
#4
Lieber Attila,

lieben Dank für den schon sehr informativen Einblick in das was kommt. Ich freu mich sehr auf dieses Webinar.

Deine Übungen von heute werde ich gerne auf mich und meine Innen- und Aussenwelt wirken lassen. Hab Dank für diesen Anstoss.

Eine gute Zeit, herzliche Grüsse
Gini
Keine Zeit gibt es nicht - nur andere Prioritäten  Wink 
(Zitat: Michael A. Denck)
Antworten
#5
Falls Jemand bei der Vorstellung unseres Yoga-Webinars nicht dabei sein konnte, hier das Video:

https://www.youtube.com/watch?v=rfZyZGdP...e=youtu.be

Ich wurde gefragt, wie die Atmung hieß, die wir gemeinsam gemacht haben. Es ist dies eine vorbereitende Atmung die man am Anfang von Pranayama-Übungen macht, wird also einfach nur “Ayama” genannt, was soviel wie “Kontrolle” heißt.

Die Atmung ist deshalb so zentral im Yoga, denn sie ist unsere primäre “Nahrung” und unsere direkteste Verbindung mit dem Leben. Prana könnte man am ehesten mit Lebensodem übersetzen. Die Atmung betrifft vor allem die Hals-, Herz- und Nabelchakra und die dies berührenden Themen: Selbstausdruck (Hals), Ausdauer (Nabel) und Akzeptanz (Herz). Das Einatmen steht für die Umarmung des Lebens, für die Geburt, die Ausatmung für das Loslassen und den Tod. Die Pausen zwischen Ein- und Ausatmung, bzw. Aus- und Einatmung dienen der Bewußtwerdung der Vergänglichkeit jedes Augenblicks und damit auch des Lebens, aber es soll aber gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, was wiederum unvergänglich ist: Unser Gewahrsein der Gegenwart. Das Gewahrsein, das uns nie verlässt.

Wir werden bei jedem Termin begleitende Atemübungen kennenlernen, die wir dann auch wunderbar in unseren Alltag integrieren können.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

namasté,
Attila
Antworten
#6
Aufwachen und Einschlafen - Ein paar Gedanken zum Schlafen im Yoga 

Es gibt zwei Augenblicke am Tag, wo wir ganz wir selbst sind: Der Augenblick nach dem Aufwachen und der letzte Augenblick vor dem Einschlafen. Und doch sind wir in beiden Augenblicken nicht die gleiche Person. Nach dem Aufwachen haben wir noch keine Masken aufgelegt, hier trägt uns noch die Frische unserer Geburt nach dem Schlaf. Vor dem Einschlafen sind wir ermüdet vom Tag und wissen, daß wir nun nackt in eine andere Welt gehen, den Traum, und legen deshalb auch die letzte Maske ab. Es lohnt sich, diese Momente genau zu beobachten, zu vergleichen und die Essenz aus diesen Augenblicken zu gewinnen und diese  tagsüber als Kompass für unsere Taten zu verwenden. Denn genau da wollen wir letztlich hin: Ohne Masken zu leben, oder zumindest unsere Masken mit Leichtigkeit zu tragen. 

Den gleichen Prozeß machen wir im Großen auch in unserem Leben durch, deswegen sind wir am nächsten zu unserem wahren Wesen noch als Kind und im Alter, wenn wir uns auf den Tod vorbereiten. Geschlechtlichkeit und persönliche Merkmale ziehen sich in diesen Phasen noch oder wieder zurück und wir treten immer stärker in das pure Sein ein. Das Kind erfährt und lebt in der Welt noch unbefleckt und unbedacht der Konsequenzen seiner Taten. Wenn der alte Mensch seinen Frieden gefunden hat, freut er sich über jeden Kontakt und ist bemüht seinen Mitmenschen im Großen oder auch nur im Kleinen, zu helfen.

Um möglichst direkt zu diesen Erkenntnissen zu gelangen, ist es im Yoga üblich, früh schlafen zu gehen und früh aufzustehen.  Denn wir alle kennen, wie es sich anfühlt, wenn wir am Abend eigentlich schon müde sind, aber dann noch dies und jenes machen, egal ob wir etwas erledigen oder noch meinen, unbedingt lesen zu wollen. Es ist dies nur ein Hinausschieben, dieser wichtigsten Erkenntnis. Natürlich ist es etwas anderes, wenn man gerade für eine Arbeit brennt, ein Buch fertigschreibt oder ein Projekt abschließt, das einem am Herzen liegt. Ich meine die Abende, die man vertut. Es ist auch in Ordnung, wenn das frühe Schlafengehen und Aufstehen nicht unserem Rhythmus entspricht, aber die zwei wichtigsten Augenblicke des Tages sollten wir nicht in die Unbewußtheit verdrängen.

Man kann auch beobachten, wie mit voranschreitendem Alter unser Schlafrhythmus immer regelmäßiger wird, oft gegen unseren Willen. Wir werden einfach am Abend schneller müde und wachen am Morgen zu unserer festen Zeit auf. Nicht selten beginnt sich auch mit voranschreitendem Alter die Schlafzeit zu verkürzen. Wir wollen nicht mehr unser Leben “verschlafen”, der Ruf unserer Seele nach Bewußtheit wird immer stärker. Jeder Tag ist eine Gelegenheit, in Bewußtheit aufzuwachen und wenn die Zeit gekommen ist, sich der Auflösung unserer Person durch den Schlaf zu überantworten.

Wer Lust hat, kann schon mal diese zwei kleinen Übungen ausprobieren:

Nimm Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, das Gefühl in Dir wirken zu lassen, welches als erstes am Morgen in Dir aufsteigt. Merke Dir dieses Gefühl, bewahre es  wie ein Bild und führe es Dir bei Gelegenheit tagsüber immer wieder vor Augen.

Wenn man allzu müde ins Bett geht, schläft man schnell ein. Deshalb lohnt es 10-15 Minuten eher ins Bett zu gehen, als geplant, um diesen Übergang ganz in Ruhe und entspannt zu erfahren. Im Dunkeln im Bett liegend, kann man den Tag und seine aktuellen Gedanken Revue passieren lassen - nicht, um hier und jetzt nach Lösungen zu suchen, sondern um sie unbeteiligt zu Beobachten. Zu sehen was sie machen und wie sie auf mich wirken.
Antworten
#7
Hallo,

hier zwei Buchempfehlungen:

https://www.amazon.de/Patanjalis-Yogasut...yoga+sutra

https://www.amazon.de/Yoga-Sutra-Kalasha...yoga+sutra

Bis gleich!
Antworten
#8
Heart 
Die Mantras sind eine schöne Ergänzung zu Yoga, können aber auch selbstständig vieles bewirken.
Seinerzeit hat mir das RaMaDaSa sehr geholfen... SaTaNaMa mit Mudra beruhigt micht und erdet sehr gut.
Sehr schön fand ich die Meditation in der Gruppe mit Hum He Hum und dem dazu gehörigen Mudra.
Sehr intensiv ist das Pavan Guru-Mantra... Da muss man erstmal die Handbewegungen einstudieren.
Das Ajaj Alaj ist schön zum Mitsingen, harmonisiert einen von innen....
Das sind so meine liebsten Mantras.
Angel
Nein ich bin nicht die Signatur. Ich mache hier nur sauber...

Angel
Antworten
#9
Hallo,

das Wochenende verspricht kalt zu werden. Eine gute Zeit also um etwas in uns zu gehen und uns Gedanken zu machen, wie wir zu unseren Themengebieten der 5 Yamas stehen. Habt ihr Euch schon Gedanken dazu gemacht?

Unter den Materialien zum Webinar findet ihr die wichtigsten Folien unseres letzten Webinars und darauf auch die 5 Yamas mit den dazugehörigen Sätzen aus dem Yoga-Sutra bzw. dazu passende Asanas. Ich wünsche Euch viel Spaß und Erfolg!

Ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße,
Attila
Antworten
#10
Hallo liebe Yoga-Freunde,

hier zwei Gitas, die neben der Bhagavad-Gita uns sehr schön in die Gedankenwelt des Yoga "entführen"... :-) Heute Abend werde ich auch darüber sprechen.

http://avadhuta-gita.de/

http://www.pushpak.de/ashtavakra/

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße,
Attila
Antworten
#11
Ein paar Gedanken zur Stille...

https://www.attilabudai.com/2018/04/die-stille/

Wir sehen uns in einer Woche!

Liebe Grüße,
Attila
Antworten
#12
Gestern habe ich über unsere universelle Form Vishvarupa (alle unsere Persönlichkeiten gleichzeitig manifestiert durch Krishna) gesprochen, hier einige Bilder:

https://www.google.sk/search?newwindow=1...=1#imgrc=_

https://www.google.sk/search?newwindow=1...yTm6CdOHXI
Antworten
#13
Gestern habe ich auch über die 25 Tattvas in der Samkhaya-Lehre gesprochen. Diese Abbildung ist leider etwas klein, aber das System ist hier schön dargestellt:

https://dasbrombeerhaus.de/index.php/yog...l=&start=1
Antworten
#14
Yoga begleitet uns unser Leben lang. Wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, Yoga auch als Lebensphilosophie alltäglich zu Leben, dann kann es unser Leben nachhaltig verändern.

Ich würde mich freuen, wenn wir auch nach unserem Webinar in Kontakt bleiben. Gerne würde ich über Eure Erfahrungen hören, wie es Euch mit den Ideen und Übungen im Alltag geht, die wir gelernt haben.

namasté,
Attila
Antworten
#15
danke, schön gesagt!
Antworten


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