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Fallbeispiel für HPA Prüfungsvorbereitung - Wartezimmer -Zwischenfall
#1
Ihr Lieben, gerade seid ihr in die II rein zu Mutter und Kind. Da kommt eure Sprechstundenhilfe (was es nicht alles gibt in der Prüfungsfallbeispielpraxis  Smile) rein. Sie hatte eigentlich gedacht, dass sie euch nicht stören muss, nun aber entschieden, dass sie euch mitteilt:

"Ein Patient im Wartezimmer war bei der Anmeldung schon extrem ungehobelt und randalierte anschließend im Wartezimmer, jetzt hat er sich auf den Boden gelegt."
Antworten
#2
Uuuuh, da klingeln bei mir direkt die Alarmglocken bzgl. hypoglykämischen Schocks....
Kennen wir den Patienten? Ist ein Diabetes bekannt?
LG Claudia
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#3
Danke

Nein, unbekannter Patient
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#4
Was bedeutet denn, "er hat sich auf den Boden gelegt"?
Ist er ansprechbar, wie sind Atmung, Puls und Blutdruck?
Wenn die Vitalfunktionen normal sind, könnte man vielleicht mit Blut aus der Fingerbeere einen Schnelltest auf Glucose machen?
Wenn es aber ein Notfall ist, kommt es darauf an, ob er bei Bewusstsein ist oder nicht.
Wenn nein, stabile Seitenlage und Leitstelle anrufen.
Wenn ja, 5%ige Glucoselösung und Leitstelle anrufen.
Falls es ein hypoglykämischer Schock ist, hilft das wahrscheinlich etwas und wenn nicht, schadet es nicht.  Blush 
LG Claudia
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#5
Dankeschön

Wir machen glaube ich mal Schritt für Schritt besser, oder?:

Der Patient liegt am Boden und ist nicht ansprechbar, Atmung und Puls vorhanden
Antworten
#6
Wie sind Puls, Blutdruck, Atmung?
Bonnie
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#7
Dankeschön

Ich versuche nochmal deutlicher zu schreiben:


Der Patient ist NICHT ansprechbar, Puls und Atmung sind vorhanden. Was ist der nächste wichtige Schritt?
Antworten
#8
Stabile Seitenlage und 112 anrufen
LG  Claudia
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#9
Oh, sorry, ich hatte das Wörtchen n i c h t überlesen vor ansprechbar.

Ich schließe mich Claudia an.
Bonnie
Antworten
#10
Ok super Dankeschön 

zu 112 würde ich hier sagen: "Die Sprechstundenhilfe soll 112 anrufen und eine bewusstlose Person anmelden, vermutlich Hypoglykämie und dann die Fragen des Leitstellen Disponenten beantworten und mitsamt dem Telefon in meine Nähe kommen."

Patient liegt in Seitenlage

Wie geht´s weiter?
Antworten
#11
Vitalzeichen kontrollieren
Wenn möglich, Zugang legen und 5%ige Glucoselösung geben?
LG Claudia
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#12
Ok Dankeschön, schon ganz gut, könnte aber noch besser in der Reihenfolge sein:

Da wir die Vitalzeichen gerade erst kontrolliert hatten, ist der nächste Punkt

Zugang legen
BZ messen BZ ist bei 25 mg/dl

Wieviel Glukose müsste man jetzt geben?
Antworten
#13
Wenn ich es mir richtig gemerkt habe, gibt man erst einmal bis zu 100ml 40%-ige Glukoselösung. Ist der Pat. wieder zu Bewusstsein gekommen, kann man 5%-ige Glukoselösung anhängen.
Nun frage ich mich, ob man dann, wenn der Patient wieder zu Bewusstsein gekommen ist, die Glukose (in Form von Fruchtsaft oder Traubenzucker) auch oral verabreichen kann? Oder besteht die Gefahr der erneuten Bewusstlosigkeit und ich sollte die orale Gabe lieber lassen?
Antworten
#14
Liebe Britt, Dankeschön! Ja, richtig ist 40%ige Glukose! 

Wenn man nur 5% hat, ist das natürlich besser als nix, aber wieviel muss man sich denn davon aufziehen?? (wenn man nur 8mg braucht, sind es schon 16 Ampullen!!)

Es sind ca. 8-12mg Glukose die benötigt werden, damit der Patient wieder einen BZ hat mit dem er zu sich kommen kann. 


Anwendung:
40%ige Glukose (bedeutet: 4g Glukose in 10 ml)
 
Ein bewusstloser hypoglykämischer Diabetiker bekommt über den i.v. Zugang 8-12 g Glukose gespritzt und sollte dann wieder zu sich kommen (ansonsten nochmal nachspritzen). 
D.h. man muss sich zwei bis drei Ampullen 40%ige Glukose auf eine Spritze ziehen (3x4g=12g).
 
 
ACHTUNG wichtig:
Glukose ist sehr gefäßschädigend, es kommt zu massiven Gewebsnekrosen, wenn sie ins Interstitium läuft.
Der Zugang muss also wirklich richtig liegen (sollte ja eigentlich selbstverständlich sein). Außerdem setzt man die 20-30 ml langsam auf dreimal ab und spült gründlich aber kurz mit der Infusion nach, damit das Gefäß nicht so stark gereizt und nicht zerstört wird.


Zu deiner Frage: Es ist keine orale Glukosegabe nötig, der BZ ist ausreichend hoch gespritzt, aber noch nicht stabil genug! Deshalb von mir nochmal eine Frage. Was passiert jetzt als nächstes?
Antworten
#15
Lieben Dank Marlene für deine ausführliche Beschreibung des Vorgehens bei hypoglykämischem Koma!
Ich habe jetzt nicht mehr die Beiträge zu diesem Fall nochmal gelesen. Haben wir schon die Leitstelle angerufen? Der Patient sollte, auch wenn er wieder bei Bewusstsein ist, noch einige Zeit unter Beobachtung bleiben, bis der BZ-Spiegel sich wieder eingependelt hat.
Antworten
#16
DANKESCHÖN!

Ja, nachdem klar war, dass er n i c h t ansprechbar ist, wurde die Leitstelle informiert.

Und ja, richtig und sehr gut, er muss unter Beobachtung und eigentlich in die Klinik bis abzusehen ist, dass sich sein Zustand stabilisiert hat. Es ist zu erwarten, dass der Zuckerspiegel schnell wieder "abrauscht".
Wie wird die Realität aussehen? Eine Hypoglyämie kommt im Leben eines Diabetikers immer mal vor und wahrscheinlich wird er nicht mitgehen wollen. Das kann er aber dann mit dem Rettungsteam aushandeln, die ja spätestens jetzt vor der Türe stehen sollen.

Man sollte nochmal den BZ messen nachdem er zu sich gekommen ist und er muss etwas "handfestes" essen zur BZ Stabilisierung und um seinen Glykogenspeicher aufzufüllen.

Weil das so ein einfaches schnell abgehaktes Fallbeispiel war, könnten wir ja noch verschiedenes Wiederholen:

Wie kommt man in eine Hypoglykämie?
Welche der aufgezählten Symptome haben gepasst und welche hätten noch auftreten können?
Antworten
#17
Ich fange mal an....
Zur Hypoglykämie kommt es wenn der BZ-Spiegel unter 50mg/dl fällt.
Ursachen für ein Absinken des BZ können z.B. eine zu hohe Insulingabe (durch Falschberechnung des Bedarfs) oder doppelte Gabe, weil man die erste vergessen hat (demente Patienten). Die zu hohe Insulindosierung ist wohl der häufigste Grund bei einem Diabetiker in die Hypoglykämie zu kommen. Aber auch starke körperliche Bewegung oder ein Zuviel an Alkohol, das den BZ-Spiegel senkt, können Ursache sein.
Antworten
#18
Und zu den Symptomen:
So ein ungehaltener, unruhiger und gereizter Patient sollte uns immer an eine Hypoglykämie denken lassen, aber auch ein Alkoholdelir oder einen epileptischen Anfall.
Die Bewusstlosigkeit spricht auch für ein hypoglykämisches Koma.
Weitere evtl. Symptome wären: Heißhunger, Hypertonie, Tremor und Kaltschweißigkeit.
Antworten
#19
Super DANKESCHÖN!

Eine Ursache für Hypoglykämie fehlt noch. Was kann den Insulinbedarf noch verändern?

Zu den DD neben Alkoholdelir noch Alkoholintoxikation...

Dankeschön für die Symptome. Das ist wichtig, dass die zum gemessenen BZ-Spiegel passen.

Lasst uns nochmal über die Grenze nachdenken. Britt hat geschrieben unter 50. Was wäre, wenn ihr 60mg/dl gemessen hättet? Patient ist bewusstlos und sieht so aus wie oben beschrieben!
Antworten
#20
Eine weitere Ursache von Hypoglykämie könnte noch ein noch unbekannter Diabetes sein.

Die gemessenen Werte müssten im Vergleich zu sonst üblichen Werten bei dem Patienten gesehen werden.
Außerdem wäre interessant, wann die letzte Nahrungsaufnahme war.
Bonnie
Antworten


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