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Appetitlosigkeit/Anorexie? bei IBD-Hund
#1
Liebe alle,

ich bin seit Kurzem an der Schule angemeldet und habe diese Woche einen Kurs in Ohrakupunktur angefangen (YAY!). Da ich gesehen habe, dass es hier auch zahlreiche THP(A) gibt, hoffe ich, es ist ok, wenn ich eine Frage zu meinem Hund stelle?   Smile

Ich lebe seit etwas mehr als einem Jahr in Südchina und habe vor ca. 6 Monaten einen Rettungshund adoptiert. Mimi ist eine Mischlingshündin, ca. 4. Jahre alt, von denen sie 2 in einer Auffangstation verbracht hat. Anfangs habe ich sie dort nur am Wochenende für Spaziergänge besucht, mich aber irgendwann zur Adoption entschlossen - unter anderem deshalb, weil der Hund konstant wässrigen Durchfall hatte und ich der Meinung war, dass sie nicht die (medizinische) Aufmerksamkeit bekommt, die sie benötigt.

Long story short: Nach einer langen, aufreibenden und sehr teuren Odyssee haben wir die Diagnose IBD + IGOR bekommen. Zum Glück haben wir einen Spezialisten in Deutschland gefunden, so dass Mimi durch Spezialfutter und Medikamente (Budenofalk, Azulfidine und Tryptophan) seit 2 Monaten weitgehend beschwerdefrei ist. Durchfall kommt nur noch selten vor (unglaublich, wie man sich über "Haufen" freuen kann!) und auch ihre Psyche ist viel stabiler - kein Erschrecken mehr vor dem eigenen Schatten etc.

Was uns aber nach wie vor Sorgen bereitet ist ihr Appetit: Wir füttern 4x täglich kleine Portionen, die oft nur mit Schwerstarbeit in den Hund hineinzubekommen sind. Mal futtert Mimi für 3-4 Wochen ok und nimmt ein paar Gramm zu, dann verweigert sie Essen fast komplett und wir fangen von vorne an. Das wäre eigentlich nicht so wild, wenn sie nicht sowieso schon extrem dünn wäre (s. Bild 1 in einer wirklich miesen Phase). 2-3 Kilo mehr würden echt nicht schaden  Big Grin


Organisch scheint - laut Blutwerten - alles i.O. zu sein. Mimi hat Anfang Juni eine Bluttransfusion bekommen und ist immer noch leicht anämisch, bekommt aber Ergänzungsmittel. Ganz klar ist der Hund super-wählerisch! Sie würde ausschliesslich getrocknete Lammlunge und Entenfleisch essen, wenn wir es erlauben würden. Aber mit IBD und der Futterqualität in China (BARFen etc. scheidet aus) hat man nicht wirklich viel Spielraum... Futtertricks haben wir schon alle durch, mit stufenweiser Zugabe von "Leckerlis" bekommt man sie 2-3x/Mahlzeit an den Napf zurück, aber oftmals durchwuhlt sie nur das Futter und pickt sich raus, was ihr passt (sieht man so schön auf Bild 2). 

Daher meine Frage an Euch: Habt Ihr eine Idee, mit der man dieses Problem angehen könnte? Wenn ja, dann bitte her damit! Mein Partner kann noch knapp 2 Wochen in Deutschland einkaufen. Ausprobiert haben wir Lycopodium D30, was aber leider nicht wirklich angeschlagen hat. Ich bin auch offen für Bachblüten und Co., da IBD ja immer eine psychosomatische Komponente hat.

Viele liebe Grüße aus China und DANKE  blume ,
Catrin


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#2
Hallo Catrin

also mir fällt aktuell nur eines ein - du bist im Land der TCM.. schon einmal daran gedacht? Vor allem, weil dein Hund ja einheimisch ist ;-)
Weil einfach einfach einfach ist top
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#3
Hallo Tanja

ja, sehr richtige Frage Big Grin  Wir haben Kräuter und Moxibustion (jedes einzelne Mal Feueralarm in unserer Wohnung, trotz Anwendung auf dem Balkon!) probiert. Auch massiere ich regelmässig einen empfohlenen Punkt am Hinterbein und auf der Nase. Bislang leider keine nennenswerten Besserungen. Auf Globuli dagegen reagiert Mimi fix, daher meine Frage.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nicht um den Appetit geht, sondern Madame einfach schnell gelangweilt ist. Nach omnivoren Zeiten auf der Straße hat sie anscheinend einfach keinen Bock auf die "Eintönigkeit", die eine auf einer einzelnen (oh Schreck!) Trockenfuttersorte basierte IBD-Diät mit sich bringt. Wir tricksen daher immer mit einem "Topping" aus Fleisch-/Fischsorten, die sie verträgt... Wink
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#4
Ich kann sie total verstehen - ich würde auch nicht jeden Tag getrocknete Getreide-Pops essen wollen ;-)

Also ist das Grundproblem eher, dass sie das angebotene Essen nicht essen möchte und weniger, dass sie überhuapt keinen Appetit hat?
Wo ist denn das Fleisch-Problem bei euch?
Es gibt ja nicht nur die Variante Barf, es gibt ja, wenn z.B. das Problem eventuelle Keime sein könnten, auch die Möglichkeit, für den Hund das Fleisch zu kochen und entsprechend Rationen frischer als TroFu zuzubereiten..

Das mit dem Rauchmelder kannte ich aus dem Urlaub - da war es der Toaster :-D
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#5
Hallo liebe Catrin,

ich gebe Tanja recht  Smile Würde versuchen langsam vom Trofu wegzukommen. Da sind meistens ziemlich viele Kohlenhydrate drin (man braucht die um die Pellets herzustellen)
und diese schwächen beim Hund weiter die Milz. Würde auch versuchen zuerst das Futter (Sorten die sie verträgt) gekocht anzubieten und mit der Zeit immer roher werden lassen. Wichtig ist außerdem der Aufbau der Darmflora. Wurde da etwas gemacht?

LG Marion
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#6
Lieben Dank für Eure Antworten! 

Jup, ich habe schon gekocht, aber das hat nicht gut geklappt. Mimi liebt (verständlicherweise) Geschmack und Geruch, bekommt aber schlimmen Durchfall und hat mir das Zeug teilweise auch vor die Füße gekübelt  Sad Mir scheint, dass es sich dabei teilweise um "erworbene" Allergien handelt - 100% Lammfleisch aus Deutschland und der Dose geht ohne Problem, die chinesische Version (Fettsteißschaf) und selbst gekocht funzt gar nicht. Huhn ist ebensfall no-go.

Das Trockenfutter ist Teil eines Bausteinplans, der speziell für IBD-Hunde entwickelt wurde. Rezeptur sieht für mich eigentlich ziemlich gut aus - getreidefrei, aquapress und Proteine, die sie so noch nicht kennt. Die Pellets kombiniere ich mit Dosenfleisch (zum interessanter machen) und Sauerkraut (Darmflora). Dazu noch ein natürliches Mittel, dass sich um Magensäure/Reflux kümmert - der war bei ihr ziemlich schlimm. Ich weiss, das klingt wild - aber die Kombi hat vom ersten Tag an gut gewirkt, daher möchte ich mich aktuell nicht davon verabschieden; wir sind in den schlechten Phasen, die sie vorher hatte, hier sowas von aufgeschmissen gewesen...das würde ich ungern nochmal mitmachen. Sauerkraut im chinesischen Internet auftreiben ist ein Kinderspiel gegen die Suche nach einem Tierarzt, der schonmal was von IBD gehört hat  Big Grin

Aber Anfang nächsten Jahres ziehen wir nach Deutschland zurück und dann wird vieles leichter. Vielleicht ziehe ich dann auch BARFen in Erwägung - aber als Veganer kostet mich das einiges an Überwindung.

Lange Rede kurzer Sinn: Geringes Interesse am Futter wohl teilweise auf Übelkeit (Reflux) und damit verbunden Appetitlosigkeit zurückzuführen, aber sicherlich auch auf "high maintenance". Ich bin nur immer verwundert, wie beinhart sie das durchzieht  Huh
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#7
Was ist denn in dem Futter genau drin? Ist es ein "bekanntes", dass ich mal genaue Zusammensetzung anschauen könnte?
Getreidefrei heisst ja nicht kohlehydratefrei und wenn es 100% optimal wäre, hätte sie ja nicht Probleme wie Reflux.. *grübel*

Wäre, wenn sie das Dosenfleisch verträgt und mag, nicht das eine Möglichkeit? Oder bekommt ihr das nicht nach drüben geliefert/gekauft?
Dazu dann Gemüse-Misch..

Ansonsten fällt mir so nicht viel ein - wäret ihr hier, würde ich eine Eliminationsdiät mit einfachen Komponenten empfehlen.. aber jier gibt es auh viele Sorten Fleisch, die Hund meist noch nicht bekommen hat :-)

Barfen ist übrigens nur halb so schlimm.. ich bin Vegetarierin, teilzeitveganmund man gewöhnt sich dran..
Es ist ja einfach die originale Variante der Ernährung ;-)
(Wenn Hund es verträgt..)
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#8
Hello again,

vielen Dank für Deine und Eure Mühe!  Heart

100% Dosenfutter hat leider auch Durchfall zur Folge, daher keine Option. Das hier ist die Zusammensetzung von unserem Trockenfutter:

 Ziegenfleisch (getrocknet und gemahlen), Maniokmehl, Menhaden-Hering (getrocknet und gemahlen), Pastinaken (getrocknet und gemahlen), Meeresfisch (getrocknet und gemahlen), Wildknochenmehl, Kräutermischung getrocknet, Eigelbpulver, kaltgepresste Pflanzenölmischung (bestehend aus Leinöl, Borretschöl und Rapsöl), Wildlachsöl, Rübenmark getrocknet, grüne Heilerde, Chicorée getrocknet, Heidelbeeren (getrocknet und gemahlen), Yucca schidigera (getrocknet und gemahlen), Spirulinaalgen (getrocknet), Knoblauch (getrocknet und gemahlen), Traubenkernmehl.

Wie schon gesagt, ist das Futter wichtiger Teil eines "Gesamtkonzept" und daher aktuell für uns unersätzlich. Zudem ging es Mimi nie besser als damit - kaum noch Durchfall und viel seltener Reflux, den ich selbst nicht unbedingt nur auf eine Unverträglichkeit schieben würde. Soweit ich das verstanden habe, kann ein Reflux durchaus auch organische (erweiterte Speiseröhre etc.) bzw. psychische Gründe haben. 

Die aktuelle Futtersituation ist m.E. nach fast das Beste, was ich in China erreichen kann. Wichtig wäre es mir daher vor allem, Mimi bei einer Stabilisierung ihres Essverhaltens zu unterstützen - aktuell ist sie z.B. sehr mäkelig, aber ich wette, dass sie wieder mehr und mit mehr Spaß futtert, sobald mein Partner zurück ist... Gewichtszunahme ist auf jeden Fall super-wichtig - nicht zuletzt für den Gesundheitscheck vor Umzug bzw. den Transport selbst. In D haben wir dann weitaus mehr Optionen, für unser Street kid ein passenderes Futter zu suchen  Smile
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#9
Es kann sich beim Reflux genauso um das Symptom einer chronischen Gastritis handeln, was sich in Verbindung mit Bauchweh und Reflux auch eine psychische Auswirkung aufs Essen haben kann..
Viele Hunde verknüpfen Futter und Schmerz zu einer blöden Geschichte, die mit Essensverweigerung endet..
Ich würde echt vermuten, dass die eine Seite die psychische Komponente ist und die andere Seite, dass sie vermutlich immer mal wieder Bauchweh oder ähnliches hat..

Das Futter würde ich in D wirklich durch einzelne und einfachere Komponenten ersetzen - es hat 45,9% Kohlenhydrate, was zuviel ist und viel zu viele Bestandteile für einen so empfindlichen Hund - 17, die bekannt sind und "Meeresfisch", was sonstwas sein kann, sowie "Kräutermischung", was auch viele Varianten beinhaltet..
Dazu dann noch das, was ihr ihr zusätzlich gebt..

Wäre es mein Hund in eurere aktuellen Lebenssituation würde ich durchhalten bis ich wieder in Deutschland bin, mir dann einen THP mit Ernährungsberater-Wissen suchen und das Ganze mal von grundauf aufdröseln..
Komplette Anamnese was wann wo und wie und dann die Ernährung optimieren und gezielt Kräuter und/oder Vitalpilze ..

Einfach ohne gründliche Anamnese etwas empfehlen könnte bei euch das wackelige Geht-Grad-System in die falsche Richtung kippen lassen.. und hier in D hättet ihr mehr Möglichkeiten, da aktiv zu werden..
Weil einfach einfach einfach ist top
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