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Steuerliche Absetzung, Werbungskosten, Sonderausgaben bei Aus- und Weiterbildungen
#21
Guten Morgen liebe Silke,

momentan kann ich noch nichts dazu sagen, weil ich die Steuer für letztes Jahr (mit den entsprechenden Ausgaben) noch nicht gemacht habe.
Befinde mich in Prüfungsvorbereitungen und sobald etwas Luft ist, wird das erledigt. Sobald ich mehr weiß, berichte ich Euch hier gern.

Liebe Grüße

Claudia

Liebe Grüße  
blume
Claudia
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#22
Danke für die Rückmeldung!

Die Daumen sind für dich gedrückt!!!!
Heart-liche Grüße

Silke Uhlendahl


Meine Forenbeiträge sind keine Therapieempfehlungen und  ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.
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#23
Übrigens....Ihr könnt auch gebraucht gekaufte Bücher absetzen. Ich habe in meiner Steuererklärung einfach die Überweisungsbelege beigefügt. Ich hatte mehrere Bücher in den eBay-Kleinanzeigen und im HP-Flohmarkt im fb gekauft...wie gesagt gebraucht und ALLESAMT wurde mir voll anerkannt....vielleicht habt Ihr ja auch Glück!
Herzlichst,
Steffi  Heart


Glück ist kostenlos, aber dennoch unbezahlbar!



Patenkind von RegReg
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#24
Liebe Steffi,

vielen Dank für die Info - das ist wirklich gut zu wissen, dass man auch versuchen kann, gebrauchte Bücher abzusetzen. 
Vielleicht hat man ja Glück.  Prima.  Smile

Vielen Dank und liebe Grüße aus Kenzingen!

Patrizia  Heart
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#25
Immer wieder sehr gerne, liebe Patrizia!  Heart
Herzlichst,
Steffi  Heart


Glück ist kostenlos, aber dennoch unbezahlbar!



Patenkind von RegReg
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#26
Hallo Steffi, hallo Patrizia

Wo setzt ihr denn die Bücher und andere Materialien ab. Läuft das unter Werbungskosten oder unter Sonderausgaben.
Jedes Jahr der gleiche Ärger, wo setz ich es ab, damit es anerkannt wird.
Bin aktuell Hausfrau, Erstberuf Physio.

LG

Birgit
Menschen stolpern nicht über Berge, 
sondern über Maulwurfshügel!

                                                                        ( Konfuzius)
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#27
Auf jeden Fall nicht unter Werbungskosten......irgendwas mit Sonderausgaben Berufsausbildung...
Herzlichst,
Steffi  Heart


Glück ist kostenlos, aber dennoch unbezahlbar!



Patenkind von RegReg
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#28
Sad 
Hallo Patrizia,

mein Finanzamt (Bayern)erkennt die Fernschulkosten und alles dazugehörige weder als Sonderausgaben noch als Werbungskosten an. Ich habe eine Ausbidlung als Bürokauffrau (vor 20 Jahren) gemacht und hab allle Kosten als Sonderausgaben angesetzt. Das Finanzamt hat dann die KOsten als Betriebsausgaben  veranschlagt. Nach telef. Rücksprache meinte man, dass es
weder Sonder- noch Werbungskosten bei mir sind, da ich schon eine Ausbildung gemacht habe, und schließlich ist das Fernstudium das Ziel eine Selbstständigkeit mit Gewinn zu erzielen. Als Betriebsausgaben ist es für mich genauso absurd, da ich ja noch kein Gewerbe habe.
Jetzt kam auch noch die Aufforderung zur Steueranmeldung für Umsatzsteuer rückwirkend für 2015 und 2016? Als HP ist man doch Umsatzsteuerbefreit? Hat jemand schon ähnliches erfahren? Bin total demotiviert muss ich mich schon jetzt mit dem Fiskus rumärgern? Wer hat ähnliches erfahren? Was kann ich tun.

Freue mich auf kompetente Antworten  Angry Huh

LG Heidi
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#29
Hallo Heidi,

dein FA erkennt deine Ausbildungskosten als vorweggenommene Betriebsausgaben an und dein Steuerbescheid wird unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen.
Auf Deutsch heißt das, dass sie erstmal schauen, ob und wann du Einnahmen mit deiner geplanten Tätigkeit erzielst. Ist das nicht der Fall, können (nicht müssen) sie dir die Ausgaben wieder streichen und du musst die Steuern für die Ausgaben, die ja dein zuversteuerndes Einkommen gemindert haben, nachträglich mit Zinsen, 6% pro Jahr, nachzahlen.

Auch als freiberufliche Tätige hast du das Recht zur Umsatzsteuer zu optieren. Das heißt, du kannst es dir aussuchen ob du die Vorsteuer deiner Ausbildung inkl. Bücher usw. geltend machen willst. Wenn du das tust, sind später allerdings auch deine Einnahmen umsatzsteuerpflichtig. Hier würde ich an deiner Stelle ggf. mal beim FA anrufen und Bescheid sagen, wenn du davon keinen Gebrauch machen willst.

Hoffentlich hilft dir das weiter und deine Motivation steigt wieder Smile
Liebe Grüße
Jeannine

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#30
(10.10.2016, 23:14)jeanninema schrieb: Hallo Heidi,

dein FA erkennt deine Ausbildungskosten als vorweggenommene Betriebsausgaben an und dein Steuerbescheid wird unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen.
Auf Deutsch heißt das, dass sie erstmal schauen, ob und wann du Einnahmen mit deiner geplanten Tätigkeit erzielst. Ist das nicht der Fall, können (nicht müssen) sie dir die Ausgaben wieder streichen und du musst die Steuern für die Ausgaben, die ja dein zuversteuerndes Einkommen gemindert haben, nachträglich mit Zinsen, 6% pro Jahr, nachzahlen.

Auch als freiberufliche Tätige hast du das Recht zur Umsatzsteuer zu optieren. Das heißt, du kannst es dir aussuchen ob du die Vorsteuer deiner Ausbildung inkl. Bücher usw. geltend machen willst. Wenn du das tust, sind später allerdings auch deine Einnahmen umsatzsteuerpflichtig. Hier würde ich an deiner Stelle ggf. mal beim FA anrufen und Bescheid sagen, wenn du davon keinen Gebrauch machen willst.

Hoffentlich hilft dir das weiter und deine Motivation steigt wieder Smile

Hi,
und danke für deine schnelle Antwort. Nur leider so positiv find ich es nicht, wenn das Finanzamt schon einen gewissen Druck ausübt der mich gleich zu einer Gewinnerzielung mahnt.Natürlich ist das das Ziel, aber ich weiss doch nicht ob das alles so gut läuft anfangs. Dann hab ich ja immer die Rückzahlungen + Zinsen im Kopf. Und was ist wenn ich das Studium aufhören muss aus familliären Gründen oder die Prüfung nicht schaffe ?

Liebe Grüsse
Heidi
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#31
Hallo Heidi,

zunächst mal ist der Steuerbetrag, den du dann zurückzahlen müsstest, wesentlich kleiner, als die Ausgaben, die du geltend gemacht hast. Und es ist dabei völlig unerheblich ob die Ausgaben jetzt Werbungskosten, Sonderausgaben oder Betriebsausgaben betitelt werden. Schau mal auf deinem Bescheid, ob er unter Vorbehalt der Nachprüfung ergangen ist. Falls nicht, ist der Bescheid nach 4 Wochen rechtskräftig und kann nicht mehr geändert werden, d.h. es kann auch nichts mehr nachgefordert werden.

Falls er doch unter Vorbehalt ergangen ist und dir das zu schwer im Magen liegt, kannst du dir von deiner Steuererstattung deinem Steuersatz entsprechend etwas zurücklegen, damit du im Falle eines Falles etwas hast.

Als Beispiel dein persönlicher Steuersatz beträgt 25% und du hattest 2015 € 1.000,00 vorweggenommene Betriebsausgaben. Dann bekommst du eine um € 250,00 höhere Steuerstattung. Diesen Betrag könntest du zurücklegen. Kommt dir jetzt irgendwas dazwischen und das FA unterstellt dir Liebhaberei, hast du zumindest mal den ungefähren Betrag. Solltest du aber, wie geplant, eine Praxis eröffnen, hast du ein schönes Startkapital zur Verfügung. Das ist, zumindest für meine Begriffe viel besser, als aus Angst, dass es nicht klappt, auf diesen Steuervorteil zu verzichten. Im schlimmsten Fall hast du nur die Zinsen zusätzlich zu tragen. Die übrigens auch nicht immer erhoben werden.

Häufig lassen die Finanzbeamten auch mit sich reden, wenn es länger dauert als erwartet usw. Manchmal hat man auch Glück und der Vorbehalt der Nachprüfung wird einfach so aufgehoben, ohne das man schon Einnahmen erzielt hat oder das Merkmal wird komplett vergessen. Auch wichtig zu wissen ist, dass wenn du mal eine Praxis eröffnet hast, eine Gewinnerzielungsabsicht ausreicht. D.h. man muss noch nicht mal wirklich einen Gewinn erzielen, sondern nur glaubhaft begründen, was man unternommen hat, um Patienten zu gewinnen, z.B. Flyer, Homepage etc..

Das ist natürlich alles sehr vereinfacht ausgedrückt und soll dir einen Anhaltspunkt geben. Was ich geschrieben habe ersetzt nicht den Beratung von einem Steuerberater.
Liebe Grüße
Jeannine

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#32
Hallo Jeannine,

vielen Dank für deine schnellen Antworten. Du hast wohl gute Kenntnisse in dem Bereich. Mein Steuerbescheid ist nachtürlich auch unter Vorbehalt.... . Aber du hast Recht man kann
immer etwas auf die Seite legen für den Fall das man es zurückzahlen muss. So schnell wird das auch nicht passieren denk ich. Oder kennst du jemand der die Steuererstattung zurückzahlen musste ? Ich habe nur gehört das man ziemlich schnell Gewinn erzielen sollte sonst könnte es schwierig werden. Hast du da ERfahrung? Bist du HP ?

Liebe Grüsse Heidi Wink
Antworten
#33
Hallo Patrizia,

ich fand diesen Thread sehr hilfreich und habe mein Finanzamt gefragt, unter was ich die Fortbildungskosten der HP Ausbildung ansetzen kann, unter Werbungskosten oder unter Sonderausgaben.

Die Antwort war:
"bei den Fortbildungskosten zur Heilpraktikerin handelt es sich um vorweggenommene Betriebsausgaben,
welche auf der Anlage S einzutragen sind." Das ist die Anlage für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit.
Das wundert mich jetzt - hat jemand eine ähnliche Antwort bekommen?
Ich bin in NRW - vielleicht liegt es ja auch im Ermessen der jeweiligen Bearbeiter.
Viele Grüße,
Antwort:*** Mein Lieblingstag ist heute ***

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#34
Liebe Priska,

es ist in der Tat so, das als es vorweggenommene Betriebsausgabe abgesetzt werden kann.

Allerdings möchte dann das FinA auch entsprechend in zeitlichem Zusammenhang auch sehen, das der Betrieb Praxis gegründet wird und auch irgendwann eine positive Gewinnermittlung zeigt. Sonst wird die Steuerersparnis durch die angerechnete Betriebsausgabe zurückgefordert!

Am besten mal von der Steuerberaterin ausrechnen lassen und dann überlegen!

Viel Erfolg!
Heart-liche Grüße

Silke Uhlendahl


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